Alles unter Kontrolle?

Das Bienen- und somit Imkerjahr neigt sich dem Ende zu. Die Völker sind varroabehandelt und eingefüttert. Nun besteht die Aufgabe des Imkers in erster Linie aus Beobachtung und Kontrolle. Gerade in diesen milden Septembertagen besteht die Gefahr einer sogenannten Varroa-Reinvasion. Das bedeutet, gesunde, behandelte Völker räubern schwächere, kranke, milbenverseuchte Völker aus, um sich deren Futtervorräte zu holen. Dabei stecken sie sich aber auch mit der Varroamilbe an und unsere ganze Behandlung war „für die Katz“. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, Nachkontrollen durchzuführen: den täglichen Milbenfall mit Hilfe der Bodeneinlage überprüfen oder noch besser, eine Puderzuckerprobe machen.

Die Bienen links sind noch ganz weiß von der Puderzuckerprobe

Die Bienen links sind noch ganz weiß von der Puderzuckerprobe

Für unsere letzte Puderzuckerprobe am Lehrbienenstand konnten wir aufatmen: keine einzige Varroamilbe fiel aus dem Zuckerstreuer heraus. Falls es nötig ist, kann man die milden Tage noch für eine weitere Behandlung mit Ameisensäure nutzen. Das Auffüttern der Völker sollte nun abgeschlossen sein und jedes Volk das nötige Gewicht haben, wie man das feststellt haben wir hier beschrieben.

 

 

 

 

Bienen im Schlaraffenland

Bienen im Schlaraffenland

Obwohl es an den Bienen derzeit nicht mehr viel zu tun gibt, setzen sich die Imker nicht zur Ruhe. Im Rahmen eines Projektes im Landkreis Neustadt a.d. Aisch/Bad-Windsheim haben Landwirte Blühpflanzen als Zwischenkultur nach der Getreideernte angesät. Jeder Landwirt kooperiert dabei mit einem Imker in seiner Nähe, der direkt auf die Fläche einige Bienenvölker aufstellt.

 

Dieses blühende, duftende, summende gelbe Meer lässt jedem Imker das Herz höher schlagen – und den Bienen sicher auch!

Die Pollenfalle wird direkt vor dem Fluloch angebracht. Um durch dass Gitter zu gelangen müssen die Bienen den Pollen abstreifen, dieser landet in einem Auffangbehälter

Die Pollenfalle wird direkt vor dem Flugloch angebracht. Um durch dass Gitter zu gelangen müssen die Bienen den Pollen abstreifen, dieser landet in einem Auffangbehälter

 

 

 

Mit Hilfe einer Pollenfalle, werden Proben von den eingesammelten Pollen der Bienen gewonnen. Dieser Pollen wird dann im Labor untersucht und ausgezählt. Somit wollen wir herausfinden, welche Pollen die Bienen einsammeln und wie sich das auf die Gesundheit und Überwinterungsrate dieser Völker auswirkt.

Eine dieser Blühflächen befindet sich in der Nähe von Rohensaas. Im Moment blüht hauptsächlich der Gelbsenf, und Phazelia. Auch Buchweizen und Sonnenblumen befinden sich auf der Fläche.

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