Open-Air-Saison geht zu Ende


Am Lehrbienenstand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund ist nur noch wenig zu tun. Die Bienenvölker sind längst aufgefüttert und die Varroa-Behandlung mit dem Nassenheider-Verdunster ebenfalls abgeschlossen. Wer jetzt noch mit Ameisensäure behandeln will, kann bei den derzeitigen Temperaturen sowieso nur noch die Schwammtuchmethode und einen günstigen Behandlungstag wählen – für eine Langzeitbehandlung mit dem Verdunster ist es schon zu kühl.

Die Bienen haben sich deshalb auch schon zurückgezogen und bereiten sich auf die Winterruhe vor. Vereinzelt werden noch Pollen eingetragen, gerade wenn blühende Felder (Phacelia oder Gelbsenf) in der Nähe sind. Über das allzu späte Blütenangebot sind die Imker allerdings nicht besonders glücklich – schließlich besteht die Gefahr, dass sich die Winterbienen daran buchstäblich zu Tode arbeiten.

Jetzt, da der Flugbetrieb langsam zum Erliegen kommt, sollten Imker spätestens den Mäuseschutz an den Fluglöchern anbringen, damit Spitzmäuse im Winter nicht in die Beuten eindringen und die Bienen als willkommene Eiweißquelle verspeisen. Empfohlen wird eine Einengung auf 6 mm.

Auch der Imkerverein Mittlerer Aischgrund schaltet langsam auf „Winterbetrieb“ um. Bis Mitte Oktober geht heuer die Open-Air-Saison am Lehrbienenstand. Ab November treffen sich die Imker jeden ersten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr in Dachsbach im Gasthaus Stubenrauch zum Imkerstammtisch.

Advertisements

Varroa und ihre Opfer

Schwammtuchmethode von unten bei Veit-vom-Berg

Schwammtuchmethode von unten bei Veit-vom-Berg

Auch bei den Figurenbeuten muss eine Varroabehandlung durchgeführt werden, ansonsten haben die Völker wenig Überlebenschancen. Auch bei diesen, so naturnah wie möglich geführten Bienenvölkern ist der Befall mit der Milbe erschreckend hoch. Aufgrund der Bauweise der Figurenbeuten muss man bei der Behandlung erfinderisch sein, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Da sich oben nur ein relativ kleines Loch für die Fütterung befindet, behandle ich die Bienen in der Figur des Veit-vom-Berg von unten. Hierfür habe ich sogar etwas von dem Wabenwerk entfernt, um das Schwammtuch, welches mit Ameisensäure getränkt ist, möglichst nahe an die Bienen heranzubringen. Die abgeschnittenen Waben werden jetzt von den Bienen ohnehin nicht mehr gebraucht, da die Volksstärke im Winter viel geringer ist als in den Sommermonaten.

 

Varroa und ihre Opfer

Varroa und ihre Opfer

 

Tote Varroamilben, aber auch verkrüppelte Bienen, ohne Flügel oder Beine, unfertige von den Ammenbienen ausgeräumte  Larven sind 2 Tage nach der Behandlung auf dem Schwammtuch zu sehen, einfach grausig! Die Milbe hat dem Volk bereits erheblichen Schaden zugefügt, denn Sie ernährt sich ja von den heranwachsenden Bienenlarven in den verdeckelten Zellen und vermehrt sich dort auch.

Sobald die Temerpaturen wieder über 20°C ansteigen werde ich hier mindestens noch eine Behandlung durchführen.

 

 

Bleibt zu hoffen, dass unser Volk noch genügend starke, gesunde Bienen hat, die eine Überwinterung möglich machen. Dass man am Flugloch Bienen beobachten kann, die Pollen eintragen, stimmt optimistisch, denn dies bedeutet, dass im Volk noch Brut vorhanden ist, die mit den Pollen gefüttert wird.