Infos zur Varroabehandlung

Schwammtuch oder Verdunster, Ameisensäure oder Thymol? Diese Fragen werden bei einem Varroakurs am Lehrbienenstand in Kürze beantwortet. Foto: Schulte


Wenn die Honigernte eingebracht ist, geht es an die Spätsommerpflege der Bienen. Neben dem Einfüttern steht dabei die Varroabehandlung im Mittelpunkt. Damit alle Jung- und Neuimker die verschiedenen Methoden und Mittel kennen- und anwenden lernen können, wird der Imkerverein Mittlerer Aischgrund am Lehrbienenstand in den nächsten Wochen eine Varroaschulung anbieten. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

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Informationen für angehende Imker

Imkern ist „in“. Vor allem aus Gründen des Naturschutzes interessieren sich immer mehr Menschen für die Bienenhaltung. Honiggewinnung steht dabei längst nicht mehr im Vordergrund, wie es früher der Fall war. Trotzdem sollte der Einstieg in die Hobbyimkerei gut überlegt sein. Schließlich investiert man Zeit und Geld und übernimmt Verantwortung.

Der Imkerverein Mittlerer Aischgrund hatte deshalb zur Orientierung den Kurs „Ist Bienenhaltung das Richtige für mich“ angeboten. Rund ein Dutzend Bienenfreunde folgten der Einladung und erfuhren in dem gut zweieinhalbstündigen Vortrag, welche Ausrüstung man als angehender Imker benötigt, wo man Bienen bekommt, wo man sie am besten aufstellt und wann und wie oft man sich um die fleißigen Honigsammlerinnen kümmern muss.

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Drei Vorbereitungskurse vermitteln angehenden Imkern die nötige Theorie. Ab März kann man am Lehrbienenstand in die Praxis einsteigen.

Am Samstag, 30. Januar 2016, geht die Vortragsreihe weiter. Im Kurs „Einführung in die Bienenhaltung“ von 14 bis 17 Uhr im Brauerei-Gasthof Prechtel in Uehlfeld wird angehenden Imkern, die im Frühjahr in die Praxis einsteigen wollen, die nötige Theorie vermittelt. Von der Biologie der Honigbiene über die Arbeiten im Bienenjahr bis zur richtigen Ausrüstung und Betriebsweise werden in diesem Lehrgang die wichtigsten Grundlagen angesprochen.

Der Kurs „Beobachtungen am Bienenvolk“ am Samstag, 6. Februar 2016, von 14 bis 17 Uhr im Brauerei-Gasthof Prechtel in Uehlfeld richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an aktive Imker. Anhand verschiedener Fotos aus Bienenvölkern üben die Lehrgangsteilnehmer, den Zustand ihrer Bienenvölker richtig zu beurteilen und Krankheiten, Notfälle oder auch Schwarmlust zuverlässig zu erkennen.

Die Kurse des Imkervereins Mittlerer Aischgrund sind kostenlos.

Kurse für Einsteiger und aktive Imker

Wer im Frühjahr mit der Imkerei anfangen möchte, braucht theoretisches Grundwissen. Das bieten die Einsteiger-Kurse des Imkervereins Mittlerer Aischgrund an. Foto: Silvia Schulte

Wer im Frühjahr mit der Imkerei anfangen möchte, braucht theoretisches Grundwissen. Das bieten die Einsteiger-Kurse des Imkervereins Mittlerer Aischgrund an. Foto: Silvia Schulte

Für alle, die sich mit dem Gedanken befassen, im kommenden Frühjahr mit der Bienenhaltung zu beginnen, bietet der Imkerverein Mittlerer Aischgrund e.V. zwei Lehrgänge für Einsteiger an. Ein weiterer Lehrgang ist sowohl für Einsteiger als auch für aktive Imker geeignet:

Der Kurs „Ist Bienenhaltung das Richtige für mich?“ am Samstag, 23. Januar 2016, von 14 bis 17 Uhr im Brauerei-Gasthof Prechtel in Uehlfeld bietet eine Entscheidungshilfe. Woher bekomme ich Bienen, wo stelle ich sie auf, was kostet mich die Ausrüstung und wieviel Zeit muss man für die Hobbyimkerei mitbringen? Diese und andere Grundsatzfragen sollen im Lehrgang beantwortet werden.

Im Kurs „Einführung in die Bienenhaltung“ am Samstag, 30. Januar 2016, von 14 bis 17 Uhr im Brauerei-Gasthof Prechtel in Uehlfeld vermittelt die nötige Theorie für angehende Imker, die im Frühjahr in die Praxis einsteigen wollen. Von der Biologie der Honigbiene über die Arbeiten im Bienenjahr bis zur richtigen Ausrüstung und Betriebsweise werden in diesem Lehrgang die wichtigsten Grundlagen angesprochen.

Der Kurs „Beobachtungen am Bienenvolk“ am Samstag, 6. Februar 2016, von 14 bis 17 Uhr im Brauerei-Gasthof Prechtel in Uehlfeld richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an aktive Imker. Anhand verschiedener Fotos aus Bienenvölkern üben die Lehrgangsteilnehmer, den Zustand ihrer Bienenvölker richtig zu beurteilen und Krankheiten, Notfälle oder auch Schwarmlust zuverlässig zu erkennen.

Erfolgreiche Honigernte

Die Lehrbienen waren fleißig. Beim HonigBienenMarktPlatz wurden sowohl Frühjahrs- als auch Sommerhonig gut verkauft.

Die Lehrbienen waren fleißig. Beim HonigBienenMarktPlatz wurden sowohl Frühjahrs- als auch Sommerhonig gut verkauft.

Beim HonigBienenMarktPlatz in Neustadt am Samstag Vormittag drehte sich, wie der Name schon sagt, alles um den Honig. Vor allem der ganz frisch geerntete, dunkle Lehrbienenhonig fand großen Anklang – sowohl bei der Verkostung als auch im Verkauf. Neugierig waren die Marktbesucher auch auf das Pflanzenquiz. Rund 60 Teilnehmer stellten ihre Kenntnisse über Bienenpflanzen unter Beweis und erhielten als Dankeschön ein Tütchen mit einer Bienenpflanzen-Samenmischung.

So schön können Trachtpflanzen blühen.

So schön können Trachtpflanzen blühen. Fotos: Silvia Schulte

Trotzdem geht für die Bienen das Trachtangebot langsam zu Ende. An manchen Standorten blühen für die Honigsammlerinnen zwar noch Klee, Luzerne oder Phacelia, doch ebenso häufig stehen die Völker neben abgemähten Wiesen oder Maisfeldern. Viele Imker hoffen allerdings noch auf eine Waldtracht. Allzulange sollte die aber nicht auf sich warten lassen, denn bald ist es Zeit für die Varroabehandlung. Das Veterinäramt NEA hat für die Sommerbehandlung mit Ameisensäure den Zeitraum vom 15. bis 31. Juli vorgeschlagen.

Lehrgang zum Thema Varroa

Wie die unbedingt notwendige Varroabehandlung durchgeführt wird, erläutert Gerhard Kolb am Sonntag, 19. Juli, in einem Lehrgang von 10 bis 13 Uhr am Lehrbienenstand. Dabei werden verschiedene Methoden vorgestellt, von der klassischen Schwammtuchbehandlung über die Anwendung der praktischen Langzeitverdunster bis zu Thymolpräparaten. Vor- und Nachteile werden aufgezeigt und die Anwendung erklärt, so dass jeder Imker entscheiden kann, welche Methode für ihn am praktikabelsten ist.

Zur Varroabehandlung gehört auch, den Befallsgrad der Völker im Blick zu behalten. Bisher, so scheint es, sind die Völker am Lehrbienenstand nicht übermäßig stark belastet. Doch das Bauchgefühl kann täuschen. Deshalb wurden bei den Vereinsvölkern nun die Varroawindeln eingeschoben. Auf diesen weißen Bodenbrettern kann man die winzigen Parasiten einigermaßen gut erkennen und kann anhand des natürlichen Milbenfalls pro Tag auf die Anzahl der Milben im gesamten Bienenvolk schließen.

Die FLZ hat über den HonigBienenMarktPlatz berichtet:

FLZ_13_07_2015

 

Nichts los bei Imkern und Bienen?

Jetzt ist die richtige Zeit, um das Bienen-Wissen wieder aufzufrischen. Foto: Silvia Schulte

Jetzt ist die richtige Zeit, um das Bienen-Wissen wieder aufzufrischen. Foto: Silvia Schulte

Im Herbst und Winter haben Imker endlich wieder Zeit. Denn bei den Bienen ist nichts los. Denkt man – doch eigentlich stimmt das gar nicht. Zum einen, weil die milden Temperaturen dazu geführt haben, dass die Völker bis noch vor wenigen Tagen immer wieder auf der Suche nach Pollen ausgeflogen sind und auch die Königin noch fleißig ist. Brutfrei sind die meisten Bienenvölker derzeit nicht.

Zum anderen gibt es gerade im Winter für den Imker viel zu tun. Rähmchen müssen gebaut und gedrahtet, neue Mittelwände gegossen werden. Wenn man ohnehin gerade mit Wachs arbeitet, kann man eigentlich auch ein paar schöne Kerzen ziehen – und diese verschenken oder auf Weihnachtsmärkten verkaufen.

Der Winter dient aber auch der Fortbildung. Im Imkerverein Mittlerer Aischgrund stehen dafür zwei Kurse auf dem Programm: Ein Honigkurs, den Gerhard Müller-Engler halten wird, sowie ein Kurs über die Verarbeitung von Bienenprodukten (Details im nebenstehenden Kalender).

Außerdem treffen sich die Vereinsmitglieder im Winterhalbjahr einmal monatlich zum Erfahrungsaustausch. Beim Imkerstammtisch (siehe Kalender) kann man in aller Ruhe das vergangene Bienenjahr noch einmal Revue passieren lassen. Gerade Jungimker werden dabei feststellen, dass auch für die „alten Hasen“ jedes Jahr mit den Bienen neue Überraschungen bereithält. Heuer zum Beispiel hatten alle mit einem starken Varroabefall zu kämpfen.

A propos Varroa: Noch vor der Wintersonnwende muss die Behandlung mit Oxalsäure erfolgt sein. Die nächsten milden Tage bieten eine gute Gelegenheit, diese unbedingt notwendige Behandlung an den Völkern durchzuführen.