Jetzt Futterkontrolle bei den Bienen

Die Lehrgangsreihe unseres Imkervereins wurde am letzten Samstag abgeschlossen. Mit einer Teilnehmerzahl von jeweils knapp 20 Interessenten sind wir mit dem Echo sehr zufrieden. Die praktische Unterstützung der Neueinsteiger erfolgt dann ab März am Lehrbienenstand. Wer schon Bienenvölker hat, sollte ihnen jetzt einmal einen Besuch abstatten.

Die milden Temperaturen im Januar haben dazu geführt, dass unsere Bienenvölker schon fleißig im Brutgeschäft sind. Dies bedeutet aber auch, dass der Futterverbrauch höher ist. Ab 8°C verlassen die Bienen ihre Behausung, finden jedoch im Moment noch keinen Nektar und Pollen.

Der Imker sollte nun an einem milden Tag, also bei Flugwetter, den Futtervorrat seiner Bienen einmal überprüfen. Dazu reicht es oft aus, den Deckel abzunehmen. Durch die Klarsichtfolie erkennt man, ob die Bienen schon oben sind und wo der Bienensitz ist, bzw. ob noch gefüllte Futterwaben vorhanden sind. Je nach Futterstand sollte wie folgt vorgegangen werden:

Es sind keine Bienen oben zu sehen: Hier prüft man, ob noch gefüllte Futterwaben vorhanden sind, das sieht man an den Wachsdeckeln auf den Waben. Bei zweiräumigen Völkern kann man den oberen Kasten vorsichtig kippen, um festzustellen, wo die Bienentraube sich aufhält. Befinden sich über der Traube noch gefüllte Futterwaben, besteht kein Handlungsbedarf.

Kippkontrolle

Durch Aufkippen der Beute kann man gut erkennen, wo das Bienenvolk sitzt.

 

Die Bienen sind bereits oben unter der Abdeckfolie: Hier muss geprüft werden, ob rechts und links vom Bienensitz noch gefüllte Futterwaben vorhanden sind. Wenn nicht, sollten volle Waben von außen mit leeren am Rand der Traube getauscht werden.

Wintertraube

Bei diesem Volk sind die Bienen bereits oben unter der Abdeckfolie

 

Die Bienentraube ist ganz rechts oder ganz links des Kastens: In diesem Fall sollten die Rähmchen so umgehängt werden, dass das Volk sich in der Mitte des Kastens befindet und auf beiden Seiten des Bienensitzes eine gefüllte Futterwabe vorhanden ist. Damit erreicht man, dass die Brutkugel sich in beide Richtungen ausdehnen kann und sich das Volk im Frühling besser und schneller entwickelt.

Es sind keine gefüllten Futterwaben mehr vorhanden: Hier besteht die Gefahr, dass ein solches Volk in Kürze verhungert. Bevorzugte Lösung sind Futterwaben aus anderen Völkern, die man zu beiden Seiten der Wintertraube einhängt. Hat man keine Futterwaben übrig, sollte Futterteig verwendet werden. Diesen legt man unter die Abdeckfolie auf die Wabengassen. (siehe auch unser Beitrag: Leiden meine Bienen Hunger?)

Auf keinen Fall darf man zu dieser Jahreszeit Flüssigfutter verwenden. Damit gaukelt man den Bienen vor, dass es Tracht gibt. Die Bienen verlassen die Beute um die Trachtquelle zu suchen und kehren meist nicht zurück, da sie nichts finden und es noch zu kalt ist und die Bienen dann zu schwach sind, um nach Hause zurückzukehren.

 

 

 

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Informationen für angehende Imker

Imkern ist „in“. Vor allem aus Gründen des Naturschutzes interessieren sich immer mehr Menschen für die Bienenhaltung. Honiggewinnung steht dabei längst nicht mehr im Vordergrund, wie es früher der Fall war. Trotzdem sollte der Einstieg in die Hobbyimkerei gut überlegt sein. Schließlich investiert man Zeit und Geld und übernimmt Verantwortung.

Der Imkerverein Mittlerer Aischgrund hatte deshalb zur Orientierung den Kurs „Ist Bienenhaltung das Richtige für mich“ angeboten. Rund ein Dutzend Bienenfreunde folgten der Einladung und erfuhren in dem gut zweieinhalbstündigen Vortrag, welche Ausrüstung man als angehender Imker benötigt, wo man Bienen bekommt, wo man sie am besten aufstellt und wann und wie oft man sich um die fleißigen Honigsammlerinnen kümmern muss.

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Drei Vorbereitungskurse vermitteln angehenden Imkern die nötige Theorie. Ab März kann man am Lehrbienenstand in die Praxis einsteigen.

Am Samstag, 30. Januar 2016, geht die Vortragsreihe weiter. Im Kurs „Einführung in die Bienenhaltung“ von 14 bis 17 Uhr im Brauerei-Gasthof Prechtel in Uehlfeld wird angehenden Imkern, die im Frühjahr in die Praxis einsteigen wollen, die nötige Theorie vermittelt. Von der Biologie der Honigbiene über die Arbeiten im Bienenjahr bis zur richtigen Ausrüstung und Betriebsweise werden in diesem Lehrgang die wichtigsten Grundlagen angesprochen.

Der Kurs „Beobachtungen am Bienenvolk“ am Samstag, 6. Februar 2016, von 14 bis 17 Uhr im Brauerei-Gasthof Prechtel in Uehlfeld richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an aktive Imker. Anhand verschiedener Fotos aus Bienenvölkern üben die Lehrgangsteilnehmer, den Zustand ihrer Bienenvölker richtig zu beurteilen und Krankheiten, Notfälle oder auch Schwarmlust zuverlässig zu erkennen.

Die Kurse des Imkervereins Mittlerer Aischgrund sind kostenlos.

Der Lehrbienenstand wächst

Wenn am 29. März die sonntäglichen Treffen am Lehrbienenstand wieder beginnen, gibt es für viele Mitglieder des Imkervereins Mittlerer Aischgrund eine Überraschung: Der Stand ist deutlich größer geworden, damit vor allem bei Lehrgängen und Vorträgen alle genügend Platz haben. Schließlich sind in den letzten Jahren viele aktive Jungimker dazugekommen und der Stand platzte an manchen Sonntagen aus allen Nähten.

Die Bienen sind für die Erweiterungsmaßnahme schon umgezogen. Sie stehen jetzt ein paar Meter entfernt vom bisherigen Standort und können sich dort gleich einfliegen. Am kommenden Sonntag, 29. März, gibt es bei hoffentlich gutem Wetter die erste offizielle Gelegenheit, sie dabei zu beobachten. Von da an bis Ende September heißt es jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr „Treffen am Lehrbienenstand“. Achtung: Am 29. März wird die Uhr auf Sommerzeit umgestellt – also nicht verschlafen!

Die Bienen sind schon umgezogen. Foto: Silvia Schulte

Die Bienen sind schon umgezogen. Foto: Silvia Schulte

Was den Verein in dieser Saison erwartet, wurde auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag verkündet. Einige  Termine stehen an (siehe nebenstehender Kalender), aber auch Änderungen am Lehrbienenstand. Künftig sollen vor allem die Jungimker aktiver als bisher an der Betreuung der Vereinsbienen mitwirken, um ihr theoretisches Wissen gleich in die Praxis umzusetzen.

Auch bei der Neuwahl des Vorstands, die im vierjährigen Turnus durchgeführt wird und die heuer wieder anstand, gab es kleine Veränderungen. Helmut Lechner, Norbert Schopf und Günter Richter kandidierten nicht mehr für ihre Ämter als Schriftführer, Kassier und Beisitzer. Dafür wurden Gerhard Kolb (Schriftführer), Jörg Leikam (Kassier) und Uwe Ficht (Beisitzer) gewählt. Bestätigt wurden Mirjam Prechtel-Knapp (1. Vorsitzende), Manfred Hausmann (2. Vorsitzender), Silvia Schulte (Öffentlichkeitsbeauftragte), Leonhard Dümmler und Claudia Hausmann (beide Kassenprüfer).

Ein herzliches Dankeschön den aus dem Vorstand ausscheidenden Mitgliedern für ihren großen Einsatz für den Verein!

Über die Jahreshauptversammlung hat auch die Fränkische Landeszeitung am 19. März berichtet: FLZ-Artikel-19-3-2015

Grundlagen (nicht nur) für Jungimker

Viele interessierte Zuhörer beim Vortrag von Rudi Haslacher.

Viele interessierte Zuhörer beim Vortrag von Rudi Haslacher.


Regen hin, frühe Morgenstunde her – am Lehrbienenstand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund waren die Sitzplätze knapp, denn den Anfängerkurs über Bienen und Imkerei von Rudi Haslacher wollte sich niemand entgehen lassen. Aber nicht nur für die vielen Jungimker waren die Grundlagen zur Bienenbiologie, zum Verhalten der Bienen und zur Betriebsweise interessant. Auch „alte Hasen“ profitierten von dem dreistündigen Vortrag und kommentierten so manche Tatsache mit einem erstaunten „das wusste ich noch gar nicht“.
Welche Geräte braucht man in der Imkerei? Als Anschauungsobjekt hat Rudi Haslacher einen Dampfwachsschmelzer mitgebracht.

Welche Geräte braucht man in der Imkerei? Als Anschauungsobjekt hat Rudi Haslacher einen Dampfwachsschmelzer mitgebracht.


Verwunderlich ist das nicht. Die Imkerei hat sich im Laufe der Zeit immer wieder gewandelt. Standen bei der Bienenzucht und der Entwicklung neuer Betriebsweisen zunächst nur die Steigerung des Honigertrags und die Arbeitsbedingungen des Imkers im Vordergrund, so wendet sich in den letzten Jahren der Blick verstärkt dem Wohl der Bienen selbst zu. Der Grund dafür ist allerdings wenig erfreulich: Krankheiten, Parasiten wie die Varroamilbe, Umweltbelastungen und ein Rückgang der Trachtpflanzen haben dazu geführt, dass die Imkerei kein „Selbstläufer“ mehr ist. Der Imker muss aktiv dazu beitragen, seine Bienen gesund zu (er)halten – und gegebenenfalls umdenken. So kann beispielsweise die Wahl des Standorts entscheidend dazu beitragen, ob das ganze Jahr über eine Vielfalt verschiedener Pollen als eiweißreiche „Kraftnahrung“ für die Bienen und ihren Nachwuchs zur Verfügung steht.
Imker sind auch Bastler - das zeigt der selbstgebaute Schwarmfangkorb.

Imker sind auch Bastler – das zeigt der selbstgebaute Schwarmfangkorb. Fotos: Silvia Schulte


Ist Imkern also ein Buch mit sieben Siegeln? In gewisser Weise schon, denn selbst die Wissenschaft kann viele Geheimnisse rund um unsere Honigbiene längst noch nicht lüften. Das muss aber auch nicht sein. Um ein guter Imker zu werden, braucht man nur Neugier und Freude am Beobachten und am Umgang mit Bienen mitbringen. Viele Imker sind aber offenbar auch experimentierfreudig. So auch Rudi Haslacher selbst, der in Sachen Bienen immer nach Verbesserungen Ausschau hält und beispielsweise seine Betriebsweise schon auf Magazinbeuten umstellte, als das feste Bienenhaus noch der Stand der Dinge war. „Imkern ist ein schönes Hobby“, fasst er zusammen. „Im Frühjahr und Sommer hat man die Beschäftigung mit den Bienen und der Natur, im Winter kann man basteln.“ Dass das wörtlich gemeint ist, zeigt eines seiner Vorführobjekte: Aus einem Lochblech-Papierkorb vom Discounter, versehen mit einem Blumentopf-Untersetzer als Deckel, ist ein perfekter und günstiger Schwarmfangkorb geworden – falls trotz aller imkerlichen Maßnahmen doch mal ein Schwarm entwischt…

Anfängerlehrgang für Jungimker

Erfreulicherweise haben sich heuer viele Interessierte entschlossen mit der Bienenhaltung anzufangen. Fast jede Woche können wir neue Bienenfreunde am Lehrbienenstand begrüßen.

Um unseren Jungen Imkern die bestmögliche Unterstützung zu geben hat die Vereinsführung beschlossen am Sonntag, den 29. Juni 2014 einen Vereinsinternen Anfängerkurs zu halten. Beginn ist bereits um 9:00Uhr am Lehrbienenstand. Der Lehrgang wird ca. 3h dauern. Referent ist unser erfahrener „Imkervater“ Rudi Haslacher.

Folgende Schwerpunkte werden behandelt:

  • welches Werkzeug und Material brauche ich zum Imkern
  • welche Art von Bienenbehausung wähle ich
  • wie läuft die Volksdurchsicht ab
  • welche Sicherheitsvorkehrungen muss ich treffen
  • wie erkenne ich bereits am Flugloch wie es meinen Bienen geht
  • wie führt man eine Gemülldiagnose durch

In unserem Verein erhält jedes neue Mitglied einen Ableger als „Startgeschenk“. Die Ableger, die alle mit Nachzucht von der Reinzuchtkönigin bestückt sind, werden jetzt nach und nach verteilt. Dieser Lehrgang soll dazu beitragen, das jeder mit seinen Bienen daheim gut zurecht kommt.