Endlich ist der Honig da!

Die Bienenvölker haben sich gut entwickelt. Jetzt tragen sie reichlich Honig ein.


Kaum zu glauben, was die Bienen in einer guten Woche geschafft haben. Am Lehrbienenstand müssen bei allen Völkern jetzt die zweiten Honigräume aufgesetzt werden. Die inzwischen reichlich vorhandenen Sammelbienen haben fleißig eingetragen, und nach dem Regen honigt der Raps gut. Vielleicht ist ja doch noch mit einer passablen Honigernte zu rechnen…

Mit etwas Glück wird es an der Uehlfelder Gänsmarktkerwa am 28. Mai schon frischen Honig geben, wenn der Imkerverein Mittlerer Aischgrund dann seinen Stand vor der Figurenbeute Veit-vom-Berg aufbaut und Besucher einen Blick ins Innenleben der Bienenwohnung werfen können.

Die Drohnenbrut muss regelmäßig ausgeschnitten werden. Fotos: Schulte


Allerdings sind die Bienen auch schon in Schwarmstimmung. Die ersten Weiselzellen wurden beim Durchsehen schon entdeckt. Auch wird reichlich Drohnenbrut herangezogen, die natürlich regelmäßig ausgeschnitten werden muss, damit sich die Varroamilbe nicht über Gebühr vermehren kann. Einige Imker berichten sogar schon von ersten Schwärmen. Es heißt also gut aufpassen – sonst ziehen die Bienen mit dem ersehnten Honig auf und davon.

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Bienenschwarm überm Gänsmarktstand

Gänsmarkt-Kerwa
Den Besuchern der Gänsmarkt-Kerwa in Uehlfeld wurde am Stand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund neben der Figurenbeute „Veit vom Berg“ ein ganz besonderes Schauspiel zuteil: Ein Bienenschwarm hatte sich hoch im Geäst des mächtigen Ahorns niedergelassen, unter dem der Vereinsstand aufgebaut war. Vom Morgen bis zum frühen Nachmittag schaukelte der recht kleine Schwarm dort im Wind, bis er gegen 14 Uhr weiterzog.

Dieser Bienenschwarm hing in luftiger Höhe direkt über dem Stand auf der Gänsmarkt-Kerwa.

Dieser Bienenschwarm hing in luftiger Höhe direkt über dem Stand auf der Gänsmarkt-Kerwa.

Trotzdem gab es am Vereinsstand noch genug zu sehen. Die Figurenbeute war geöffnet, so dass Besucher einen Blick auf den Naturbau werfen konnten. Vor allem Kinder waren davon fasziniert und ließen sich anschließend den Wabenhonig schmecken. Auch die verschiedenen Honige, die zum Verkauf angeboten wurden, konnten verkostet und die Vielfalt der Aromen und Farben verglichen werden. Viel Anklang fanden auch die selbstgemachten Lippenpflegestifte sowie Propolistinktur.

Leckerer Lehrbienenhonig

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Die Bienen am Lehrbienenstand waren äußerst fleißig. Deshalb wird der Vereinshonig nicht nur bei Honigmärkten oder ähnlichen Veranstaltungen angeboten und in Geschenkkörben der Gemeinde verwendet, sondern auch in der Region vermarktet. So kann man den Blütenhonig aus dem Aischgrund im 250-Gramm-Glas bei Edeka Burkl in Dachsbach kaufen.

Erfolgreiche Honigernte

Die Lehrbienen waren fleißig. Beim HonigBienenMarktPlatz wurden sowohl Frühjahrs- als auch Sommerhonig gut verkauft.

Die Lehrbienen waren fleißig. Beim HonigBienenMarktPlatz wurden sowohl Frühjahrs- als auch Sommerhonig gut verkauft.

Beim HonigBienenMarktPlatz in Neustadt am Samstag Vormittag drehte sich, wie der Name schon sagt, alles um den Honig. Vor allem der ganz frisch geerntete, dunkle Lehrbienenhonig fand großen Anklang – sowohl bei der Verkostung als auch im Verkauf. Neugierig waren die Marktbesucher auch auf das Pflanzenquiz. Rund 60 Teilnehmer stellten ihre Kenntnisse über Bienenpflanzen unter Beweis und erhielten als Dankeschön ein Tütchen mit einer Bienenpflanzen-Samenmischung.

So schön können Trachtpflanzen blühen.

So schön können Trachtpflanzen blühen. Fotos: Silvia Schulte

Trotzdem geht für die Bienen das Trachtangebot langsam zu Ende. An manchen Standorten blühen für die Honigsammlerinnen zwar noch Klee, Luzerne oder Phacelia, doch ebenso häufig stehen die Völker neben abgemähten Wiesen oder Maisfeldern. Viele Imker hoffen allerdings noch auf eine Waldtracht. Allzulange sollte die aber nicht auf sich warten lassen, denn bald ist es Zeit für die Varroabehandlung. Das Veterinäramt NEA hat für die Sommerbehandlung mit Ameisensäure den Zeitraum vom 15. bis 31. Juli vorgeschlagen.

Lehrgang zum Thema Varroa

Wie die unbedingt notwendige Varroabehandlung durchgeführt wird, erläutert Gerhard Kolb am Sonntag, 19. Juli, in einem Lehrgang von 10 bis 13 Uhr am Lehrbienenstand. Dabei werden verschiedene Methoden vorgestellt, von der klassischen Schwammtuchbehandlung über die Anwendung der praktischen Langzeitverdunster bis zu Thymolpräparaten. Vor- und Nachteile werden aufgezeigt und die Anwendung erklärt, so dass jeder Imker entscheiden kann, welche Methode für ihn am praktikabelsten ist.

Zur Varroabehandlung gehört auch, den Befallsgrad der Völker im Blick zu behalten. Bisher, so scheint es, sind die Völker am Lehrbienenstand nicht übermäßig stark belastet. Doch das Bauchgefühl kann täuschen. Deshalb wurden bei den Vereinsvölkern nun die Varroawindeln eingeschoben. Auf diesen weißen Bodenbrettern kann man die winzigen Parasiten einigermaßen gut erkennen und kann anhand des natürlichen Milbenfalls pro Tag auf die Anzahl der Milben im gesamten Bienenvolk schließen.

Die FLZ hat über den HonigBienenMarktPlatz berichtet:

FLZ_13_07_2015

 

Der erste Lehrbienenhonig ist da

Der erste Vereinshonig vom Lehrbienenstand verkaufte sich gut auf der Gänsmarktkerwa. Fotos: S. Schulte

Der erste Vereinshonig vom Lehrbienenstand verkaufte sich gut auf der Gänsmarktkerwa. Fotos: S. Schulte


Die Völker am Lehrbienenstand waren fleißig, und so konnten die Besucher der Uehlfelder Gänsmarktkerwa am 17. Mai echten Vereinshonig probieren. Und das gleich mehrfach. Zum einen gab es – wie schon früher bei Märkten und Veranstaltungen – ganz frisch geernteten Wabenhonig von den beiden Lehrbienenstandsvölkern in der Top Bar Hive. Vor allem Kinder waren von den süßen Wabenschnitten begeistert, aber auch Erwachsene waren neugierig, „wie das denn wohl schmeckt“.
Frischen Lehrbienenhonig gab es aber auch zu kaufen. Für die Kerwagäste waren die 250-Gramm-Gläser mit dem vor zwei Tagen erst abgefüllten Honig am Stand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund ein willkommenes Mitbringsel vom Gänsmarkt. Etliche Dutzend Gläschen gingen über die Theke.

Wie immer gab es am Vereinsstand auch Wabenhonig zu verkosten.

Wie immer gab es am Vereinsstand auch Wabenhonig zu verkosten.

Groß war das Interesse auch an der Figurenbeute. Einheimische, aber auch Touristen, die den Aischgrund als Wochenendziel angesteuert hatten, waren vom Innenleben der Veit-vom-Berg-Statue beeindruckt. „Wo kommen die denn im Winter hin?“, war eine häufig gestellte Frage, denn die meisten konnten kaum glauben, dass das Bienenvolk das ganze Jahr hindurch – und das nun schon seit drei Jahren – in dem hohlen Eichenstamm lebt.
Am Lehrbienenstand werden sich die Arbeiten nach der ersten Honigernte nun auf Schwarmverhinderung und Ablegerbildung konzentrieren. Für die Nachzucht junger Königinnen, die die guten Gene der Reinzuchtkönigin tragen sollen, wird nun ein Pflegevolk gebildet. Danach geht es ans Umlarven. Die Königinnenzucht soll deshalb beim nächsten Treffen als „Thema der Woche“ im Mittelpunkt stehen.