Bienen in Not

Das Bienenwetter kam erst am Nachmittag. Um zehn Uhr früh war davon am Lehrbienenstand noch nicht viel zu spüren – das das Thermometer zeigte drei Grad (plus, immerhin!), doch die Anwesenden nahmen es mit Humor.

Die Hauptsorge der Imker gilt weiterhin den Futtervorräten der Bienen. Es zeigt sich, dass viele Völker, die die Wintermonate überstanden hatten und beim Reinigungsflug noch vital waren, in den letzten zwei, drei Wochen verhungert sind. Wie groß müssen die Futtervorräte zu dieser Jahreszeit sein und was kann man tun, um ein nicht mehr ausreichend versorgtes Volk vor dem Verhungern zu retten? Die LWG Bayern, Fachzentrum Bienen, informiert darüber in seinem Merkblatt über imkerliche Frühjahrsarbeiten und gibt auch Tipps zur Notfütterung:

Frühjahrsarbeiten

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Reicht das Futter?

Die anhaltende Kälte macht den Bienenvölkern zu schaffen. Zwar halten sie ihren Stock warm, aber sie benötigen dafür Futter – und das umso mehr, als die Brutleistung der Königin jetzt stetig steigt. Selbst wenn noch volle Futterwaben vorhanden sind, besteht die Gefahr, dass die Bienen verhungern: Hatten sich die Bienen während der wenigen warmen Tage in der ersten Märzwoche zu den äußeren Futterwaben vorgearbeitet, hat der darauffolgende Kälteeinbruch bewirkt, dass sich das Volk wieder zur Traube zusammenzieht. Nun liegen zwischen Volk und Futter leergefressene, kalte Waben, die bei den eisigen Temperaturen nicht überwunden werden können – ein „Futterabriss“ entsteht, das Volk verhungert.

Auch der Lehrbienenstand hat darunter gelitten. Einige Völker haben nicht überlebt, darunter das Volk mit der Reinzuchtkönigin – ein bitterer Verlust. Eines der „Naturvölker“ im Top Bar Hive ist ebenfalls tot.