Süßer Auftakt am Lehrbienenstand


Das erste Treffen am Lehrbienenstand ist immer besonders spannend. Wie haben die Bienen den Winter überstanden? Ist am Stand alles in Ordnung? Bis jetzt sieht alles nach einem guten Start aus. Die verbliebenen fünf Bienenvölker tragen fleißig Pollen ein – derzeit ist er leuchtend orange.

Das Nahrungsangebot lässt im Moment keine Wünsche übrig. Nach Weide und Hasel blühen am Lehrbienenstand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund bereits die ersten Kirschbäume und Weißdornhecken. Direkt am Gelände gibt es heuer auch ein Rapsfeld. Alles deutet darauf hin, dass die Bienen in diesem Frühjahr keinen Hunger leiden müssen und auf kurzen Wegen an Pollen und Nektar kommen.

Gerade im zeitigen Frühjahr, wenn die ersten Sommerbienen erbrütet werden, zeigen sich die Vorteile einer guten Standortwahl. Ideal sind ein vielfältiges Pollenangebot, eine Wasserquelle in der Nähe, eine windgeschützte Lage mit Morgensonne. So bekommt das Bienenvolk einen Entwicklungsvorsprung, der sich bei der Frühtrachtimkerei ganz deutlich im Honigertrag zeigt. Dabei gilt es auch, den richtigen Zeitpunkt für die Frühjahrsdurchsicht und das Erweitern nicht zu verpassen. Dafür gibt es keine Standardempfehlungen – hier muss der Imker Natur, Wetter und seine Bienen genau beobachten.

Während die Imker sich schon mit dem Honig beschäftigen, der erst noch eingetragen werden muss, hat Braumeister Walter Prechtel aus Uehlfeld aus dem schon vorhandenen etwas Tolles gezaubert: Zur Zeit gibt es in seinem Brauereigasthof wieder das leckere „Mann-a“, das Honigbier aus dem Aischgrund, das den Vereinsmitgliedern den Saisonstart am Stand versüßte. Limited Edition – also rechtzeitig zugreifen!

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Bienen-Weide

Hasel und Weide sind für die Bienen im Vorfrühling die wichtigsten Pollenspender. Durch den milden Winter ist die Vegetation heuer sehr früh dran – die Weide steht zum Teil schon in voller Blüte. Seit einer guten Woche blühen auch die Krokusse, die von den Bienen ebenfalls gerne angeflogen werden. Der gut gedeckte Tisch darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die rasch erstarkenden Völker gerade jetzt den höchsten Futterbedarf haben, den sie noch aus ihren Wintervorräten decken müssen. (Siehe hierzu auch den Beitrag „Leiden meine Bienen Hunger?„)