Bienenweide – selbst ist der Imker!

In der Fränkischen Landeszeitung ist am 2. August ein großer Artikel über den Vorsitzenden des Imkervereins Mittlerer Aischgrund, Gerhard Kolb, und sein Phaceliafeld erschienen:

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Greening-Umfrage: Eine Chance für Bienen und Imker

PhaceliaGreening – was ist das eigentlich? So mancher hat vielleicht schon davon gehört, aber wer nicht gerade Landwirt ist, kann sich wenig darunter vorstellen. Dabei ist das Thema für Imker äußerst wichtig: Es geht um Trachtmöglichkeiten für unsere Bienen, aber auch um das richtige Timing.

Als Teil der EU-Agrarpolitik soll das Greening für eine Verbesserung von Natur und Umwelt sorgen. Zu den Maßnahmen, die es von den Landwirten fordert, gehört u.a. die Schaffung sogenannter „ökologischer Vorrangflächen“, die landwirtschaftlich nicht genutzt werden dürfen und stattdessen z.B. mit Zwischenfrüchten bebaut werden können.

Im vergangenen Jahr konnte man erstmals in großem Ausmaß solche Flächen sehen. Sonnenblumen, Phacelia oder gelber Senf blühten bis spät in den November hinein. Aber leider erst, nachdem der Sommer schon vorbei war und sich die Bienenvölker auf die Winterruhe vorbereiten und brutlos werden sollten. Im letztjährigen Herbst und Winter und auch heuer wurden diese Pollenquellen an milden Tagen fleißig angesteuert – die Winterbienen flogen sich dadurch in wenigen Wochen buchstäblich zu Tode.

Warum blühen diese pollenspendenden Zwischenfrüchte erst so spät im Jahr? Daran ist die EU-Verordnung schuld. Sie schreibt den Landwirten vor: „Die Aussaat  muss zwischen 16.07. und 01.10. erfolgen.“ Unterpflügen darf man die Zwischenfrüchte ab Mitte Januar. Mit einer früheren Aussaat wäre das Greening wohl auch für die Bienen ein Erfolgsmodell – so eher nicht.

Anlässlich einer Online-Umfrage der EU-Kommission zum Greening, die noch bis 8. März läuft, kann jeder Interessierte seine Erfahrung mit den Maßnahmen äußern und sich außerdem dafür stark machen, dass die Aussaat von Bienenweide im Vergleich zu anderen Zwischenfrüchten für die Landwirte attraktiver wird. Diese Möglichkeit sollten wir Imker nutzen! Auch wenn das Bürokratendeutsch ziemlich abschreckend ist: Es geht um eine Sache, von der wir etwas verstehen! Lasst euch also nicht einschüchtern und macht mit.

Anbei das Positionspapier des Landesverbands Bayerischer Imker. Dort kann man sich ein paar nützliche Argumente und Ausfüllhilfen für die Online-Konsultation holen.

Positionspapier

Bienenweide im „Greening“

In der November-Ausgabe des „Imkerfreunds“ wird ein Artikel erscheinen, der darüber berichtet, wie Landwirte und Imker zusammenarbeiten, um das ab kommendem Jahr von der EU in der Landwirtschaft vorgeschriebene „Greening“ bienenfreundlich zu gestalten.

Am 30. September 2014 trafen sich Vertreter des Landwirtschaftsamtes, der LWG, des Bauernverbandes, der Imker und Naturschützer an einer der Blühflächen, die im Rahmen des Projekts „Bienenweide im Greening“ von einem Landwirt angesät wurden. „Imkerfreund“-Redakteurin Dr. Kerstin Neumann war beim Ortstermin dabei und berichtet in ihrem Artikel über das beispielhafte Projekt, das direkt vor unserer Haustür ins Leben gerufen wurde – im Einzugsgebiet des Imker-Kreisverbandes Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Mirjam Prechtel-Knapp, Vorsitzende unseres Imkervereins Mittlerer Aischgrund, wirkt daran mit.

Hier kann man den Bericht aus dem „Imkerfreund“ aufrufen:
Projekt Neustadt Bienenweide

Es blüht überall – aber honigt es auch?

In nur einer Woche haben die Bienen im Top Bar Hive eine neue Wabe gebaut.

In nur einer Woche haben die Bienen im Top Bar Hive eine neue Wabe gebaut. Fotos: Silvia Schulte

Die Bienen, so scheint es, leben derzeit im Schlaraffenland. Das warme Wetter lässt alles gleichzeitig aufblühen: Schlehe, Kirsche, Ahorn, vereinzelt sogar schon Apfelbäume und Raps. Wer starke Völker hat, kann den Honigraum aufsetzen und sich auf einen guten Ertrag freuen. Doch wenn man genau hinschaut, merkt man schnell: Längst nicht alle blühenden Bäume und Sträucher werden angeflogen. Woran liegt das? Weiterlesen

Die Arbeit beginnt

Es ist viel los am Lehrbienenstand.

Es ist viel los am Lehrbienenstand.

Für Bienen und Imker beginnt jetzt die spannendste und schönste Zeit des Jahres: Die Natur blüht auf, die Bienenvölker wachsen. Bei den meisten Völkern, die gut aus dem Winter gekommen sind, ist der erste Honigraum jetzt aufgesetzt worden. Nun muss er nur noch gefüllt werden!

Ein kleiner Vorrat an Winterfutter ist noch da, aber es wird auch schon frischer Nektar eingetragen.

Ein kleiner Vorrat an Winterfutter ist noch da, aber es wird auch schon frischer Nektar eingetragen. Fotos: Silvia Schulte

Wer in die Imkerei einsteigen möchte, kann zum jetzigen Zeitpunkt die Entwicklung der Bienen und ihre Aktivitäten besonders gut verfolgen. Schon die Fluglochbeobachtung verrät viel über den Zustand im Bienenstock. Tragen die Bienen Pollen ein, hört man einen „zufriedenen“ Summton? Dann ist das Volk vermutlich weiselrichtig und zieht Brut auf. Ein kurzer Blick ins Beuteninnere genügt dann schon: Es wird schon frischer Nektar eingetragen, aber für Schlechtwettertage sollte trotzdem noch ein kleiner Vorrat an Winterfutter da sein.

Die Gespräche am Lehrbienenstand drehen sich natürlich in erster Linie um den zurückliegenden Winter. Hierzu gibt es auch eine Online-Umfrage vom Fachzentrum Bienen und Imkerei Mayen: Hier ist der Link.  Die Verluste waren heuer, so hat es den Anschein, erfreulich niedrig. Allerdings müssen sich die Imker auf eine starke Varroa-Saison einstellen, denn genau wie unsere Bienen haben auch die Milben den Winter gut überstanden. Die verschiedenen Möglichkeiten, den Varroa-Befall einzudämmen, werden sicher die ganze kommende Saison über ein Thema sein. Weiterlesen