Es blüht überall – aber honigt es auch?

In nur einer Woche haben die Bienen im Top Bar Hive eine neue Wabe gebaut.

In nur einer Woche haben die Bienen im Top Bar Hive eine neue Wabe gebaut. Fotos: Silvia Schulte

Die Bienen, so scheint es, leben derzeit im Schlaraffenland. Das warme Wetter lässt alles gleichzeitig aufblühen: Schlehe, Kirsche, Ahorn, vereinzelt sogar schon Apfelbäume und Raps. Wer starke Völker hat, kann den Honigraum aufsetzen und sich auf einen guten Ertrag freuen. Doch wenn man genau hinschaut, merkt man schnell: Längst nicht alle blühenden Bäume und Sträucher werden angeflogen. Woran liegt das? Weiterlesen

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Die Arbeit beginnt

Es ist viel los am Lehrbienenstand.

Es ist viel los am Lehrbienenstand.

Für Bienen und Imker beginnt jetzt die spannendste und schönste Zeit des Jahres: Die Natur blüht auf, die Bienenvölker wachsen. Bei den meisten Völkern, die gut aus dem Winter gekommen sind, ist der erste Honigraum jetzt aufgesetzt worden. Nun muss er nur noch gefüllt werden!

Ein kleiner Vorrat an Winterfutter ist noch da, aber es wird auch schon frischer Nektar eingetragen.

Ein kleiner Vorrat an Winterfutter ist noch da, aber es wird auch schon frischer Nektar eingetragen. Fotos: Silvia Schulte

Wer in die Imkerei einsteigen möchte, kann zum jetzigen Zeitpunkt die Entwicklung der Bienen und ihre Aktivitäten besonders gut verfolgen. Schon die Fluglochbeobachtung verrät viel über den Zustand im Bienenstock. Tragen die Bienen Pollen ein, hört man einen „zufriedenen“ Summton? Dann ist das Volk vermutlich weiselrichtig und zieht Brut auf. Ein kurzer Blick ins Beuteninnere genügt dann schon: Es wird schon frischer Nektar eingetragen, aber für Schlechtwettertage sollte trotzdem noch ein kleiner Vorrat an Winterfutter da sein.

Die Gespräche am Lehrbienenstand drehen sich natürlich in erster Linie um den zurückliegenden Winter. Hierzu gibt es auch eine Online-Umfrage vom Fachzentrum Bienen und Imkerei Mayen: Hier ist der Link.  Die Verluste waren heuer, so hat es den Anschein, erfreulich niedrig. Allerdings müssen sich die Imker auf eine starke Varroa-Saison einstellen, denn genau wie unsere Bienen haben auch die Milben den Winter gut überstanden. Die verschiedenen Möglichkeiten, den Varroa-Befall einzudämmen, werden sicher die ganze kommende Saison über ein Thema sein. Weiterlesen

Bienen-Weide

Hasel und Weide sind für die Bienen im Vorfrühling die wichtigsten Pollenspender. Durch den milden Winter ist die Vegetation heuer sehr früh dran – die Weide steht zum Teil schon in voller Blüte. Seit einer guten Woche blühen auch die Krokusse, die von den Bienen ebenfalls gerne angeflogen werden. Der gut gedeckte Tisch darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die rasch erstarkenden Völker gerade jetzt den höchsten Futterbedarf haben, den sie noch aus ihren Wintervorräten decken müssen. (Siehe hierzu auch den Beitrag „Leiden meine Bienen Hunger?„)

Herbstzeit ist Erntezeit – auch für die Bienen


Am Lehrbienenstand ist inzwischen Ruhe eingekehrt. Alle Völker sind eingewintert und die Temperaturen laden nicht mehr dazu ein, sich Sonntagsmorgens um 10 Uhr im Freien zu treffen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Bienen schon untätig sind. Gerade jetzt, so scheint es, fliegen sie zum Endspurt aus, um sich vor dem Winter noch mit Pollenvorräten einzudecken.

Zwar blühen nur noch wenige Wildpflanzen, denn die Felder inzwischen abgeerntet und die Wiesen ein letztes Mal gemäht worden. Doch dafür sind fast alle Stauden und Sträucher, die trotz der ersten Raureif-Nächte jetzt noch Blüten tragen, hervorragende Pollenspender: Ringelblumen, Malven, Astern, Sonnenhut, Storchschnabel, Borretsch, Johanniskraut, Knöterich, Efeu und vieles mehr… Fast scheint es, als wäre der Tisch für die Bienen jetzt reicher gedeckt als im Frühsommer.

Ein Rundgang durch den eigenen Garten oder ein Blick in den des Nachbarn zeigt, dass das Angebot gut angenommen wird. Wann immer es die Temperaturen zulassen, werden die Blüten besucht. Vor allem in alten Efeuhecken summt es jetzt den ganzen Tag über. Nicht nur auf Bienen, auch auf viele andere Insekten üben die kugelförmigen Blütenstände des Efeu eine geradezu magische Anziehungskraft aus.

Die Bienen in der Figurenbeute „Martin Bauer“ im Kräutergarten in Vestenbergsgreuth sind ebenfalls noch aktiv. Sie stehen gut geschützt im Windschatten des Firmengebäudes und finden abwechslungsreiche Nahrung direkt vor der Tür – ein echtes Schlaraffenland. Über die Figurenbeuten und den 24 Kilometer langen Kräuterrundweg, der durch die Anbaugebiete der „Kräutergemeinden“ Vestenbergsgreuth, Lonnerstadt und Uehlfeld führt, wird das Bayerische Fernsehen am 21. Oktober um 19 Uhr in seiner Sendung „Unkraut“ berichten. Gut möglich, dass in diesem Zusammenhang auch der Imkerverein Mittlerer Aischgrund erwähnt wird…

LAG-Aischgrund-Fest am 30. 6.

Plakat LAG 2013

Am Sonntag, 30. Juni, nimmt der Imkerverein Mittlerer Aischgrund am LAG-Aischgrund-Fest in Neustadt teil. An unserem Vereins-Stand vor der Mittelschule, direkt neben der Figurenbeute „Markgraf Albrecht Achilles“, die an diesem Tag um 14 Uhr enthüllt wird, wollen wir den Besuchern viele interessante Themen rund um Bienen und die Imkerei vorstellen. Weiterlesen