Bienenweide – selbst ist der Imker!

In der Fränkischen Landeszeitung ist am 2. August ein großer Artikel über den Vorsitzenden des Imkervereins Mittlerer Aischgrund, Gerhard Kolb, und sein Phaceliafeld erschienen:

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Reges Interesse am HonigBienenMarktPlatz

Der HonigBienenMarktPlatz war für den Imkerverein Mittlerer Aischgrund ein voller Erfolg. Der Verkauf von Honig und Bienenweidepflanzen lief gut, viele Marktbesucher blieben auch für ein Schwätzchen am Stand stehen und testeten ihre Kenntnisse beim Pflanzenquiz, bei dem es wie immer als Dankeschön fürs Mitmachen ein Samentütchen mit „Insektenparadies“ als Geschenk gab.

Auf nordbayern.de ist ein schöner Artikel mit einer Bildergalerie dazu erschienen.

Auch die FLZ hat in ihrer Ausgabe vom Montag, 17. Juli, über den HonigBienenMarktplatz berichtet:

Endlich geht es wieder los!

Ende Februar: Die ersten Bienen sind schon aus dem Häuschen!


Die Bienen stehen in den Startlöchern, die Imker auch. Sobald das Wetter es zulässt, starten die wöchentlichen sonntäglichen Treffen am Lehrbienenstand wieder. Bei akzeptablen Temperaturen schon am 26. März, auf jeden Fall aber am 2. April – wie immer von 10 bis 12 Uhr.

Am 18. März hielt der Imkerverein Mittlerer Aischgrund seine Jahreshauptversammlung ab und blickte dabei auf das vergangene Jahr zurück, aber vor allem auch in die Zukunft. Mittelkürzungen machen allen Imkervereinen derzeit zu schaffen, weshalb die Mitglieder vom „Mittleren Aischgrund“ einer moderaten Beitragserhöhung einmütig zustimmten.

Wären nicht die Veranstaltungen, auf denen der Imkerverein Mittlerer Aischgrund Präsenz zeigt und Honig verkauft, wäre das Plus in der Vereinskasse wohl kaum zustandegekommen. Doch so hat sich der Bienenfleiß wenigstens ausgezahlt. Ob an der Uehlfelder Gänsmarktkerwa oder beim Neustädter HonigBienenMarktPlatz – mit Honig, Propolis, Pflegeprodukten und einem farbenfrohen Pflanzenquiz war der Verein vor Ort und macht sich mit der Betreuung von drei Figurenbeuten, deren Bewohnerinnen alle den Winter überstanden haben, auch um ein Projekt der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Aischgrund verdient.

Im Rahmen des Ferienprogramms konnten Uehlfelder Schulkinder im letzten Sommer am Lehrbienenstand des Vereins erstmals die süßen Seiten der Imkerei kennenlernen, berichtete Vereinsvorsitzender Gerhard Kolb in seinem Jahresrückblick. Mit Schleier und Rauch, wie es sich gehört, kamen sie den Bienenvölkern ganz nah. Anschließend konnten sie sich leckere Honigbrote schmecken lassen. „Die Kinder waren ganz begeistert“, so Kolb. Sein Fazit: „Das machen wir heuer auf jeden Fall wieder“.
Ein Kursprogramm wie die dreiteilige „Einführung in die Imkerei“ zu Beginn des vergangenen Jahres wird es 2017 allerdings nicht geben. Der Grund: Der Landesverband, der bis vor kurzem noch auf erfahrene Imker aus den Ortsvereinen als „Multiplikatoren“ gesetzt hatte, fördert ab sofort nur noch Lehrgänge, die von ausgebildeten „Bienenfachwarten“ oder Berufsimkern gehalten werden.

Umso wertvoller ist der regelmäßige Erfahrungsaustausch am Lehrbienenstand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund. Vom Frühling bis zum Herbst treffen sich hier Mitglieder und Imkerei-Interessierte zum Fachsimpeln oder zwanglosen Plaudern. Nachwuchsförderung steht dort nach wie vor an erster Stelle.

Weil die Luft für Imkervereine inzwischen spürbar dünner wird, musste der Imkerverein Mittlerer Aischgrund in seiner Jahreshauptversammlung auch das unpopuläre Thema Beitragserhöhung ansprechen. Doch die Zahlen, die Kassier Jörg Leikam vorlegte, ließen kaum Alternativen: Von 27 Euro Beitrag bleiben aktuell nur 77 Cent in der Vereinskasse. 26,23 Euro müssen an den Landesverband Bayerischer Imker abgeführt werden. Eine Erhöhung um drei Euro wurde deshalb einstimmig von allen Mitgliedern befürwortet.

Im selben Boot

Ein Bienenparadies ist diese Blühfläche, dei mit dem Kulturlandschaftsprogramm KuLaP gefördert wird. Den Imker freut es, dem Landwirt bringt es wenig. Das muss sich ändern. Foto: Schulte

Ein Bienenparadies ist diese Blühfläche, die mit dem Kulturlandschaftsprogramm KuLaP gefördert wird. Den Imker freut es, dem Landwirt bringt es wenig. Das muss sich ändern. Foto: Schulte


Nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten – für dieses Ziel warb Leonhard Seitz als Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands. Nachdem sich Imker und Landwirte in den letzten Wochen in der Presse einen heftigen Schlagabtausch geliefert hatten, lud der BBV nun zu einer Infofahrt ein, um Projekte im Landkreis vorzustellen, mit denen sich die Landwirte schon jetzt für mehr Ökologie einsetzen.

Die Gespräche auf der Fahrt machten deutlich: Es gibt auf beiden Seiten großen Informationsbedarf. Nicht jeder Landwirt weiß, dass ein blühendes Phaceliafeld den Bienen im Oktober nichts mehr nützt, und ein Großteil der Imker macht sich keinen Begriff von den strengen Reglements und den enormen bürokratischen Hürden für ökologisch sinnvolles Handeln in der Landwirtschaft.

Seitz, der sowohl Landwirt als auch Imker ist, weiß, wo die Bienenzüchter der Schuh drückt. Er setzt sich deshalb schon länger dafür ein, die starren Aussaattermine für die blühenden Zwischenfrüchte, die für das Greening-Programm gewählt werden können, flexibler zu handhaben. Bisher dürfen Gelbsenf, Phacelia & Co. im Greening-Programm erst ab 16. Juli ausgesät werden. Der Ortstermin am Feld zeigt: Dann blüht zum jetzigen Zeitpunkt dort noch nichts. Könnten diese Pflanzen direkt nach der Ernte der Hauptfrucht gesät werden, stünde den Bienen im Spätsommer ein Pollen- und Nektarangebot zur Verfügung, das sie mit weit geringerer Zufütterung über den Winter bringen würde. Auch die Landwirte hätten einen Vorteil. Die Zwischenfrucht könnte gut vier Monate nach der Einsaat untergearbeitet werden – so kann die Frostgare anschließend noch den Boden lockern. Bisher hat ein Landwirt aber nur den Imagegewinn, wenn er bienenfreundliche Pflanzen  statt pflegeleichterer Alternativen fürs vorgeschriebene Greening wählt.

Wirtschaftsflächen und ökologische Nischen – dass es beides geben muss, ist sowohl Imkern als auch Landwirten klar. Der intensive, sachliche Dialog am Ende der Fahrt fiel deshalb überwiegend auf fruchtbaren Boden. Konstruktive Vorschläge gab es einige, sowohl von den Imkern der einzelnen Ortsverbände als auch von Peter Maske, dem Präsidenten des Deutschen Imkerbundes. Er macht sich in der Politik stark für die Akzeptanz und Verbesserung bienenfreundlicher Maßnahmen in landwirtschaftlichen Programmen.

Persönliches Fazit der Informationsfahrt: Natürlich gibt es unterschiedliche Standpunkte, das ist legitim. Was Motivation und Ziele angeht, liegen Imker und Landwirte eben nicht unbedingt auf der gleichen Wellenlänge. Doch letztlich sitzen sie im gleichen Boot – als Solidargemeinschaft, in der der eine auf den anderen zwingend angewiesen ist. Genau das kann für die Imker eine große Chance sein – wenn die Möglichkeit zum Dialog genutzt wird.

Anbei der Artikel der FLZ vom 29.08.2016 zur Infofahrt des BBV:

FLZ_Artikel_29_08_2016
Außerdem der Link zum Artikel auf nordbayern.de

5. Juli: Tag der offenen Tür am Lehrbienenstand

Doppelt so groß wie vorher ist der Lehrbienenstand geworden, und das will der Imkerverein Mittlerer Aischgrund feiern. Am Sonntag, 5. Juli, lädt der Verein deshalb alle Mitglieder, Imkerfreunde und interessierte Besucher von 13 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

Das Programm verspricht viel Abwechslung: In einem gläsernen Bienenschaukasten kann man die fleißigen Honigsammlerinnen ganz aus der Nähe beobachten. Natürlich geben erfahrene Imkerinnen und Imker gerne ihr Bienenwissen weiter. Höhepunkt des Nachmittags wird aber sicher das Bienen-Wettfliegen sein. Welche der farbig markierten Bienen findet dabei wohl am schnellsten den Weg zurück in ihren Stock?

Der Imkerverein Mittlerer Aischgrund möchte aber auch die Bedeutung einer artenreichen, bienenfreundlichen Pflanzenwelt ins Bewusstsein der Besucher rücken. Deshalb soll am 5. Juli – übrigens der bundesweite „Tag der Imkerei“ – durch Dachsbachs Bürgermeister Hans-Jürgen Regus ein Bienenweide-Gehölz gepflanzt werden. Als Stärkung stehen Kaffee und hausgemachte Kuchen für die Gäste bereit.

Die Erweiterung des Lehrbienenstands war der Vereinsvorsitzenden Mirjam Prechtel-Knapp schon seit längerem ein besonderes Anliegen. Auf dem Streuobstgelände zwischen Oberhöchstädt und Rauschenberg treffen sich die Vereinsmitglieder im Sommerhalbjahr jeden Sonntag, um Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Auch Schulungen werden dort abgehalten. Und spätestens dann platzte der kleine Unterstand in der Vergangenheit regelmäßig aus allen Nähten. Deshalb machten sich Vereinsmitglieder in diesem Frühjahr tatkräftig an die Erweiterung.

Nun ist alles fertig, lediglich die Bienen können erst während der nächsten Winterruhe wieder an ihren endgültigen Bestimmungsort zurückgebracht werden. Bis dahin werden die Mitglieder des Imkervereins Mittlerer Aischgrund ihr erweitertes Domizil sicher schon intensiv genutzt haben.

Der Lehrbienenstand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund befindet sich zwischen Oberhöchstädt und Rauschenberg. (Siehe Karte.) Die Zufahrt von der Kreisstraße NEA 14 ist ausgeschildert.