Frischer Honig beim Johannimarkt Dachsbach

Foto: S. Schulte

Der Frühjahrshonig ist frisch abgefüllt. Am Sonntag, 24. Juni, können sich Besucher auf dem Johannimarkt in Dachsbach damit bevorraten. Der Imkerverein Mittlerer Aischgrund nimmt erstmals mit einem Stand an der Veranstaltung teil, bei der sich ab 11 Uhr die Dachsbacher Vereine präsentieren und außerdem ein buntes Rahmenprogramm geboten wird.

Am Stand der Imker gibt es neben Honig auch andere Erzeugnisse wie Propolis, Lippenpflegestifte und vieles mehr – und natürlich Informationen rund um Bienen und die Imkerei.

Advertisements

Marktbesucher naschen frischen Honig

Mit vielen verschiedenen Sortenhonigen und einigen ganz besonderen Spezialitäten präsentiert sich der Imkerverein Mittlerer Aischgrund bei der Uehlfelder Gänsmarktkerwa. F.: Schulte


Nach unwetterbedingtem Rechner-Totalausfall ist der Blog des Lehrbienenstands wieder online. Viel hat sich in den letzten zwei Wochen getan. Die Honigernte ist in vollem Gange. Den ersten frischen Honig konnten Besucher schon am Stand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund auf der Uehlfelder Gänsmarktkerwa probieren. Der leckere Wabenhonig kam gut an, und auch die vielen verschiedenen Honigsorten – vom Rapshonig über Sommerblüten- bis zum Waldhonig – wurden rege gekauft.

Veit vom Berg hat zum Markttag wieder neue Bienen bekommen.

Wer den Stand des Imkervereins im Kirchhof besuchte, wollte natürlich auch einen Blick in die Figurenbeute Veit-vom-Berg werfen. Hier waren erst wenige Tage zuvor neue Bienen eingesetzt worden. Noch sah man deshalb wenig von dem beeindruckenden Naturwabenbau, dafür konnte man umso besser beobachten, wie sich die Bienen an diese Arbeit machten.

Dass die Bienen gerade in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung immer weniger Nahrung finden, ist ein immer wieder angesprochenes Thema am Stand des Imkervereins. Mit pollen- und nektarspendenden Blühpflanzen kann jeder den Bienen helfen – und darüber hinaus zeigten die Imker, wie gut so ein bienenfreundlicher Blumenkasten aussehen kann.

Reges Interesse am HonigBienenMarktPlatz

Der HonigBienenMarktPlatz war für den Imkerverein Mittlerer Aischgrund ein voller Erfolg. Der Verkauf von Honig und Bienenweidepflanzen lief gut, viele Marktbesucher blieben auch für ein Schwätzchen am Stand stehen und testeten ihre Kenntnisse beim Pflanzenquiz, bei dem es wie immer als Dankeschön fürs Mitmachen ein Samentütchen mit „Insektenparadies“ als Geschenk gab.

Auf nordbayern.de ist ein schöner Artikel mit einer Bildergalerie dazu erschienen.

Auch die FLZ hat in ihrer Ausgabe vom Montag, 17. Juli, über den HonigBienenMarktplatz berichtet:

Grillrauch statt Smoker

Fürs Umlarven war es zu kalt, stattdessen ließen sich die Imkerinnen und Imker Gutes vom Grill schmecken. Foto: Schulte


Eigentlich stand am Pfingstsonntag Königinnen-Nachzucht auf dem Programm. Da außerdem die bestellten Varroamittel ausgegeben wurden und deshalb viel Betrieb am Lehrbienenstand herrschte, wurde auch der Grill angeworfen. Der heizte zwar schön, aber für das geplante Umlarven war es trotzdem eindeutig zu kühl. Am Sonntag, 11. Juni, soll das aber nachgeholt werden, und wer die Varroamittel letzte Woche noch nicht abgeholt hat, kann das nun nachholen.

Die Honigernte hat bei fast allen Imkern im Verein schon begonnen oder ist sogar schon abgeschlossen. Bisher gab es meist zufriedene Gesichter – die Ernte fiel deutlich besser aus, als es das Frühjahr hatte vermuten lassen.

Was ist bei der Honigernte zu beachten? Vor allem muss der Honig reif, also nicht zu wasserhaltig, sein. Liegt der Wassergehalt noch über 18 Prozent, kann der Honig im Laufe der Lagerung in Gärung übergehen. Auf Nummer sicher geht man, wenn man den Wassergehalt des Honigs mit einem Refraktometer bestimmt. Wer ein solches Gerät nicht besitzt, kann sich am Verdeckelungsgrad der Waben orientieren. Mindestens zwei Drittel der Wabe sollte verdeckelt sein, lautet die Faustregel, die allerdings bei Massentrachten kein zuverlässiger Indikator ist. Tropft bei der „Spritzprobe“ noch Honig aus den Waben, ist es definitiv noch zu früh zum Schleudern. Da Honig Wasser sehr gut aufnehmen kann, sollte das Honigschleudern – und auch die anschließende Lagerung – bei möglichst geringer Luftfeuchtigkeit erfolgen.

Guter Honig verkauft sich immer, aber experimentierfreudige Imker versuchen sich auch an Mischungen, zum Beispiel mit Nüssen, Früchten oder Gewürzen, die bei der Kundschaft ebenfalls ankommen. Wichtig ist dann aber eine korrekte Deklaration! Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau LWG hat hierzu ein paar gute Tipps.

Höchste (Schwarm)zeit!

Im Vorjahr haben die Bienen in der Oberträgerbeute (Top Bar Hive) dieses Wabenwerk gebaut – das Volk wurde aber im Herbst mit anderen vereinigt. Nun soll wieder ein Schwarm einziehen. F.: Schulte


Die Futterversorgung ist sichergestellt, jetzt denken die Bienen an die Vermehrung. Zum Leidwesen der Imker bedeutet das: sie wollen schwärmen. Zieht ein Schwarm mit der alten Königin aus, bleibt ein Volk auf Ablegerniveau zurück. Die junge Königin muss erst noch schlüpfen, heranwachsen und begattet werden, bevor sie den „Motor“ des Biens wieder ankurbeln kann. Die mit ihr im Stock zurückgebliebenen Arbeiterinnen sind Pflegebienen, die noch keinen Honig sammeln. Wird der Schwarm nicht eingefangen, kann er in der Natur nicht lange überleben, da ihm die Varroamilbe zusetzt.

Aus imkerlicher Sicht ist eine Schwarmverhinderung also sinnvoll. Und genau jetzt ist der Zeitpunkt dafür gekommen. Die ersten Schwärme sind schon gefallen, und trotz sorgfältiger und regelmäßiger Kontrolle gelingt es nicht immer, alle Weiselzellen zu entdecken und auszubrechen. Unter den zahlreichen Methoden der Schwarmverhinderung muss je nach Voraussetzung (Wetter etc.) die geeignete ausgewählt werden. Zu den effektivsten gehört das Bilden eines Zwischenablegers.

Hand in Hand mit der Schwarmvorbeuge geht die Ablegerbildung und Königinnenzucht. Am Lehrbienenstand ist es am Pfingstsonntag soweit. Zuchtstoff der Reinzuchtkönigin wird umgelarvt, und jeder kann sich ein gefülltes Weiselnäpfchen mitnehmen und von seinen eigenen Bienen anpflegen lassen.

Am kommenden Sonntag ist am Lehrbienenstand übrigens ausnahmsweise nichts los. Zur Gänsmarktkerwa in Uehlfeld stehen die Mitglieder des Imkervereins Mittlerer Aischgrund nämlich mit einem Stand neben der Figurenbeute „Veit vom Berg“, gegenüber vom Gasthof Prechtel. Vorbeischauen lohnt sich!