Bienenprodukte am Gänsmarkt

Mit vielen verschiedenen Sortenhonigen und einigen ganz besonderen Spezialitäten präsentiert sich der Imkerverein Mittlerer Aischgrund bei der Uehlfelder Gänsmarktkerwa. F.: Schulte


Am Sonntag, 2. Juni, findet der 37. Gänsmarkt in Uehlfeld statt. Seit vielen Jahren ist der Imkerverein Mittlerer Aischgrund mit dabei und bietet neben Bienenprodukten auch einen spannenden Einblick in die Figurenbeute Veit-vom-Berg.

Das Innere der großen hölzernen Statue ähnelt dem natürlichen „Wohnraum“ der Bienen, die ohne imkerliches Zutun in hohlen Baumstämmen ihre Waben bauen würden. Dieser natürliche Wabenbau lässt sich gut beobachten, wenn am Sonntag ab ca. 10 Uhr die Tür an der Rückseite der Figurenbeute geöffnet ist.

Am Stand neben der Figurenbeute wird frischer Honig angeboten – zum Naschen und zum Kaufen. Außerdem gibt es Spezialitäten wie Pollenhonig, Lippenbalsam oder umweltfreundliche Bienenwachstücher als plastikfreie Alternative zur Frischhaltefolie.

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Bienen halten Einzug beim Teichwirt

Eine ganze Zeit lang stand die 2014 von Künstlerin Birgit Jönsson geschaffene Figurenbeute „Teichwirt“ am Aischtalradweg bei Diespeck leer. Nur einige Hornissen hatten in der Figurenbeute Quartier genommen, und ein Specht hatte sich an dem massiven Stamm zu schaffen gemacht.

Doch ab sofort dient die Figurenbeute wieder ihrem eigentlichen Zweck. Birgit Jönsson hat die Specht-Schäden repariert und Mirjam Prechtel-Knapp vom Imkerverein Mittlerer Aischgrund setzte ein Bienenvolk ein, das nun im geräumigen Bauch des Teichwirts sein Wabenwerk anlegen wird.

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Die Behausung in einem ausgehöhlten Baumstamm, die Birgit Jönsson durch ihre Figurenbeuten zu neuem Leben erweckt und mit Kunst und Symbolik verbindet, entspricht dem Vorbild der Natur. Doch ohne menschliches Zutun ist das Bienenvolk in einer Figurenbeute nicht überlebensfähig. Bei auftretender Futterknappheit muss eingegriffen werden und die Bekämpfung der Varroamilbe ist auch bei den Bienen in der naturnahen Figurenbeute Pflicht. Um all das wird sich beim „Teichwirt“ künftig Mirjam Prechtel-Knapp kümmern.

Wer die Bienen selbst einmal beobachten will: Die Figurenbeute „Teichwirt“ liegt direkt am Aischtalradweg, auf Höhe der „Klobenmühle“.

Über die Wiederbesetzung der Figurenbeute „Teichwirt“ hat auch die lokale Presse berichtet. Hier der Beitrag von nordbayern.de .

Höchste (Schwarm)zeit!

Im Vorjahr haben die Bienen in der Oberträgerbeute (Top Bar Hive) dieses Wabenwerk gebaut – das Volk wurde aber im Herbst mit anderen vereinigt. Nun soll wieder ein Schwarm einziehen. F.: Schulte


Die Futterversorgung ist sichergestellt, jetzt denken die Bienen an die Vermehrung. Zum Leidwesen der Imker bedeutet das: sie wollen schwärmen. Zieht ein Schwarm mit der alten Königin aus, bleibt ein Volk auf Ablegerniveau zurück. Die junge Königin muss erst noch schlüpfen, heranwachsen und begattet werden, bevor sie den „Motor“ des Biens wieder ankurbeln kann. Die mit ihr im Stock zurückgebliebenen Arbeiterinnen sind Pflegebienen, die noch keinen Honig sammeln. Wird der Schwarm nicht eingefangen, kann er in der Natur nicht lange überleben, da ihm die Varroamilbe zusetzt.

Aus imkerlicher Sicht ist eine Schwarmverhinderung also sinnvoll. Und genau jetzt ist der Zeitpunkt dafür gekommen. Die ersten Schwärme sind schon gefallen, und trotz sorgfältiger und regelmäßiger Kontrolle gelingt es nicht immer, alle Weiselzellen zu entdecken und auszubrechen. Unter den zahlreichen Methoden der Schwarmverhinderung muss je nach Voraussetzung (Wetter etc.) die geeignete ausgewählt werden. Zu den effektivsten gehört das Bilden eines Zwischenablegers.

Hand in Hand mit der Schwarmvorbeuge geht die Ablegerbildung und Königinnenzucht. Am Lehrbienenstand ist es am Pfingstsonntag soweit. Zuchtstoff der Reinzuchtkönigin wird umgelarvt, und jeder kann sich ein gefülltes Weiselnäpfchen mitnehmen und von seinen eigenen Bienen anpflegen lassen.

Am kommenden Sonntag ist am Lehrbienenstand übrigens ausnahmsweise nichts los. Zur Gänsmarktkerwa in Uehlfeld stehen die Mitglieder des Imkervereins Mittlerer Aischgrund nämlich mit einem Stand neben der Figurenbeute „Veit vom Berg“, gegenüber vom Gasthof Prechtel. Vorbeischauen lohnt sich!

Bienenschwarm überm Gänsmarktstand

Gänsmarkt-Kerwa
Den Besuchern der Gänsmarkt-Kerwa in Uehlfeld wurde am Stand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund neben der Figurenbeute „Veit vom Berg“ ein ganz besonderes Schauspiel zuteil: Ein Bienenschwarm hatte sich hoch im Geäst des mächtigen Ahorns niedergelassen, unter dem der Vereinsstand aufgebaut war. Vom Morgen bis zum frühen Nachmittag schaukelte der recht kleine Schwarm dort im Wind, bis er gegen 14 Uhr weiterzog.

Dieser Bienenschwarm hing in luftiger Höhe direkt über dem Stand auf der Gänsmarkt-Kerwa.

Dieser Bienenschwarm hing in luftiger Höhe direkt über dem Stand auf der Gänsmarkt-Kerwa.

Trotzdem gab es am Vereinsstand noch genug zu sehen. Die Figurenbeute war geöffnet, so dass Besucher einen Blick auf den Naturbau werfen konnten. Vor allem Kinder waren davon fasziniert und ließen sich anschließend den Wabenhonig schmecken. Auch die verschiedenen Honige, die zum Verkauf angeboten wurden, konnten verkostet und die Vielfalt der Aromen und Farben verglichen werden. Viel Anklang fanden auch die selbstgemachten Lippenpflegestifte sowie Propolistinktur.

Der erste Lehrbienenhonig ist da

Der erste Vereinshonig vom Lehrbienenstand verkaufte sich gut auf der Gänsmarktkerwa. Fotos: S. Schulte

Der erste Vereinshonig vom Lehrbienenstand verkaufte sich gut auf der Gänsmarktkerwa. Fotos: S. Schulte


Die Völker am Lehrbienenstand waren fleißig, und so konnten die Besucher der Uehlfelder Gänsmarktkerwa am 17. Mai echten Vereinshonig probieren. Und das gleich mehrfach. Zum einen gab es – wie schon früher bei Märkten und Veranstaltungen – ganz frisch geernteten Wabenhonig von den beiden Lehrbienenstandsvölkern in der Top Bar Hive. Vor allem Kinder waren von den süßen Wabenschnitten begeistert, aber auch Erwachsene waren neugierig, „wie das denn wohl schmeckt“.
Frischen Lehrbienenhonig gab es aber auch zu kaufen. Für die Kerwagäste waren die 250-Gramm-Gläser mit dem vor zwei Tagen erst abgefüllten Honig am Stand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund ein willkommenes Mitbringsel vom Gänsmarkt. Etliche Dutzend Gläschen gingen über die Theke.

Wie immer gab es am Vereinsstand auch Wabenhonig zu verkosten.

Wie immer gab es am Vereinsstand auch Wabenhonig zu verkosten.

Groß war das Interesse auch an der Figurenbeute. Einheimische, aber auch Touristen, die den Aischgrund als Wochenendziel angesteuert hatten, waren vom Innenleben der Veit-vom-Berg-Statue beeindruckt. „Wo kommen die denn im Winter hin?“, war eine häufig gestellte Frage, denn die meisten konnten kaum glauben, dass das Bienenvolk das ganze Jahr hindurch – und das nun schon seit drei Jahren – in dem hohlen Eichenstamm lebt.
Am Lehrbienenstand werden sich die Arbeiten nach der ersten Honigernte nun auf Schwarmverhinderung und Ablegerbildung konzentrieren. Für die Nachzucht junger Königinnen, die die guten Gene der Reinzuchtkönigin tragen sollen, wird nun ein Pflegevolk gebildet. Danach geht es ans Umlarven. Die Königinnenzucht soll deshalb beim nächsten Treffen als „Thema der Woche“ im Mittelpunkt stehen.