Kurs: Obstbäume richtig schneiden

Obstgehölze und Bienen sind ein ideales Paar. Nektar gegen Bestäubungsleistung – das ist die Erfolgsformel für ein Geben und Nehmen, über das sich nicht zuletzt der Imker freut. So kann er erst den köstlichem Honig und später auch leckere Früchte ernten.

Obstbäume richtig pflegen und sachgerecht schneiden zu können, gehört also gewissermaßen zum imkerlichen Know-how. Deshalb hat der Imkerverein Mittlerer Aischgrund einen Fachmann für einen Obstbaumschnittkurs gewonnen: Richard Krämer, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, zeigt am Samstag, 23. März 2019, von 9 bis 12.30 Uhr im Gasthaus Goldene Traube (Stubenrauch) in Dachsbach in einem theoretischen Vortrag, wie man Apfelbaum & Co. richtig schneidet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Anmelden kann man sich beim Imkerverein Mittlerer Aischgrund oder im Landratsamt Neustadt bei Richard Krämer (Tel.: 09161 92-3225, Mail: richard.kraemer@kreis-nea.de). Die Teilnahme ist kostenlos.

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Volksbegehren: Aktiv für mehr Artenvielfalt

Mehr Blühwiesen, weniger Pestizide, mehr ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Flächen – dafür setzt sich das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“ ein. Damit das Volksbegehren ein Erfolg wird, müssen ihm innerhalb von zwei Wochen, vom 31. Januar bis 13. Februar 2019, zehn Prozent der bayerischen Wahlberechtigten mit ihrer Unterschrift im für sie zuständigen Rathaus zustimmen – das sind rund eine Million Menschen. Gelingt dies, ist der bayerische Landtag verpflichtet, über den mit dem Volksbegehren vorgelegten Gesetzesentwurf abzustimmen.

Wer steht hinter dem Volksbegehren?

Initiiert wurde das Volksbegehren von der ödp. Inzwischen sind auch LBV sowie Bündnis 90 Die Grünen als Mitglieder des Trägerkreises dabei. Unterstützt werden die Initiatoren von zahlreichen Bündnispartnern, zu denen viele namhafte Institutionen, Verbände und Vereine gehören, darunter der Landesverband Bayerischer Imker und der Bund Naturschutz.

Was will das Volksbegehren?

Natürlich will das Volksbegehren nicht nur die Bienen retten. Es setzt sich vielmehr mit einem Katalog konkreter Maßnahmen dafür ein, das fortschreitende Aussterben von Bienen, Schmetterlingen, Vögeln, Feldhasen und anderen Arten zu verhindern. So sollen Biotope vernetzt, das Ausbringen von Pestiziden eingedämmt, Ziele für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft gesetzlich festgelegt werden. Vor allem letzteres sorgt für Kritik bei Landwirtschaftsverbänden.

Hintergrund

Wissenschaftliche Studien belegen, dass in Bayern ebenso wie in der gesamten Bundesrepublik in zunehmendem Maß Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Vor allem bei den Insekten ist die Lage dramatisch: Bei den Tagfaltern ist gemäß einer Langzeitstudie seit Mitte der 1970er-Jahre die Zahl der Wiesenarten um 73 Prozent zurückgegangen, und bei den Wildbienen sieht es nicht viel besser aus. Da 90 Prozent der Wildblumen und 75 Prozent der Nutzpflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen sind, nimmt mit der Zahl der Insekten auch der Artenreichtum in der Pflanzen- und in Folge auch der Tierwelt ab.

Honig und Artenvielfalt

Beim HonigBienenMarktPlatz in Neustadt zeigten die Imker des Imkervereins Mittlerer Aischgrund – zusammen mit anderen Kollegen aus der Region – was sie und ihre Bienen geleistet haben. Vor allem aber machten sie darauf aufmerksam, dass Bienenwohl und Artenvielfalt jeden etwas angehen. Dass es gar nicht schwer ist, dazu etwas beizutragen, zeigten die Aktionen an den Ständen der verschiedenen Vereine.

Der Imkerverein Mittlerer Aischgrund hatte für den HonigBienenMarktPlatz wieder Bewährtes im Gepäck. Zunächst einmal natürlich Honig und Bienenprodukte wie zum Beispiel Propolis oder Lippenpflegestifte, aber auch einen Pflanzenverkauf mit bienenfreundlichen, attraktiven Stauden und wie immer das Pflanzenquiz.

Viele Besucher bummelten bei schönem Wetter über den farbenfrohen Markt, über den auch die Presse ausführlich berichtet hat.

Hier der Bericht mit großer Bildergalerie von nordbayern.de
Hier der Artikel der Fränkischen Landeszeitung:

Artikel in der FLZ vom 10.07.2018

Marktbesucher naschen frischen Honig

Mit vielen verschiedenen Sortenhonigen und einigen ganz besonderen Spezialitäten präsentiert sich der Imkerverein Mittlerer Aischgrund bei der Uehlfelder Gänsmarktkerwa. F.: Schulte


Nach unwetterbedingtem Rechner-Totalausfall ist der Blog des Lehrbienenstands wieder online. Viel hat sich in den letzten zwei Wochen getan. Die Honigernte ist in vollem Gange. Den ersten frischen Honig konnten Besucher schon am Stand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund auf der Uehlfelder Gänsmarktkerwa probieren. Der leckere Wabenhonig kam gut an, und auch die vielen verschiedenen Honigsorten – vom Rapshonig über Sommerblüten- bis zum Waldhonig – wurden rege gekauft.

Veit vom Berg hat zum Markttag wieder neue Bienen bekommen.

Wer den Stand des Imkervereins im Kirchhof besuchte, wollte natürlich auch einen Blick in die Figurenbeute Veit-vom-Berg werfen. Hier waren erst wenige Tage zuvor neue Bienen eingesetzt worden. Noch sah man deshalb wenig von dem beeindruckenden Naturwabenbau, dafür konnte man umso besser beobachten, wie sich die Bienen an diese Arbeit machten.

Dass die Bienen gerade in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung immer weniger Nahrung finden, ist ein immer wieder angesprochenes Thema am Stand des Imkervereins. Mit pollen- und nektarspendenden Blühpflanzen kann jeder den Bienen helfen – und darüber hinaus zeigten die Imker, wie gut so ein bienenfreundlicher Blumenkasten aussehen kann.