Honig und Artenvielfalt

Beim HonigBienenMarktPlatz in Neustadt zeigten die Imker des Imkervereins Mittlerer Aischgrund – zusammen mit anderen Kollegen aus der Region – was sie und ihre Bienen geleistet haben. Vor allem aber machten sie darauf aufmerksam, dass Bienenwohl und Artenvielfalt jeden etwas angehen. Dass es gar nicht schwer ist, dazu etwas beizutragen, zeigten die Aktionen an den Ständen der verschiedenen Vereine.

Der Imkerverein Mittlerer Aischgrund hatte für den HonigBienenMarktPlatz wieder Bewährtes im Gepäck. Zunächst einmal natürlich Honig und Bienenprodukte wie zum Beispiel Propolis oder Lippenpflegestifte, aber auch einen Pflanzenverkauf mit bienenfreundlichen, attraktiven Stauden und wie immer das Pflanzenquiz.

Viele Besucher bummelten bei schönem Wetter über den farbenfrohen Markt, über den auch die Presse ausführlich berichtet hat.

Hier der Bericht mit großer Bildergalerie von nordbayern.de
Hier der Artikel der Fränkischen Landeszeitung:

Artikel in der FLZ vom 10.07.2018

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Marktbesucher naschen frischen Honig

Mit vielen verschiedenen Sortenhonigen und einigen ganz besonderen Spezialitäten präsentiert sich der Imkerverein Mittlerer Aischgrund bei der Uehlfelder Gänsmarktkerwa. F.: Schulte


Nach unwetterbedingtem Rechner-Totalausfall ist der Blog des Lehrbienenstands wieder online. Viel hat sich in den letzten zwei Wochen getan. Die Honigernte ist in vollem Gange. Den ersten frischen Honig konnten Besucher schon am Stand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund auf der Uehlfelder Gänsmarktkerwa probieren. Der leckere Wabenhonig kam gut an, und auch die vielen verschiedenen Honigsorten – vom Rapshonig über Sommerblüten- bis zum Waldhonig – wurden rege gekauft.

Veit vom Berg hat zum Markttag wieder neue Bienen bekommen.

Wer den Stand des Imkervereins im Kirchhof besuchte, wollte natürlich auch einen Blick in die Figurenbeute Veit-vom-Berg werfen. Hier waren erst wenige Tage zuvor neue Bienen eingesetzt worden. Noch sah man deshalb wenig von dem beeindruckenden Naturwabenbau, dafür konnte man umso besser beobachten, wie sich die Bienen an diese Arbeit machten.

Dass die Bienen gerade in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung immer weniger Nahrung finden, ist ein immer wieder angesprochenes Thema am Stand des Imkervereins. Mit pollen- und nektarspendenden Blühpflanzen kann jeder den Bienen helfen – und darüber hinaus zeigten die Imker, wie gut so ein bienenfreundlicher Blumenkasten aussehen kann.

Reges Interesse am HonigBienenMarktPlatz

Der HonigBienenMarktPlatz war für den Imkerverein Mittlerer Aischgrund ein voller Erfolg. Der Verkauf von Honig und Bienenweidepflanzen lief gut, viele Marktbesucher blieben auch für ein Schwätzchen am Stand stehen und testeten ihre Kenntnisse beim Pflanzenquiz, bei dem es wie immer als Dankeschön fürs Mitmachen ein Samentütchen mit „Insektenparadies“ als Geschenk gab.

Auf nordbayern.de ist ein schöner Artikel mit einer Bildergalerie dazu erschienen.

Auch die FLZ hat in ihrer Ausgabe vom Montag, 17. Juli, über den HonigBienenMarktplatz berichtet:

Kalte Ostern am Lehrbienenstand

Foto: Schulte


Der Ostersonntag am Lehrbienenstand fühlte sich heuer eher an wie Weihnachten. Bei kaltem, böigen Wind und frischen sechs Grad blieben nicht nur die Bienen drinnen, auch die Imker machten sich rar. Dabei stand rings herum alles in Blüte, wie es Mitte April bisher selten zu sehen war. Schlehen- und Weißdornhecken, Kirsch- und Apfelbäume und Raps, alles ist fast gleichzeitig aufgegangen.

Foto: Schulte

Der Frühstart der Natur, den wir gerade erleben – sind das nur Wetterkapriolen oder ist das der Klimawandel? Fest steht: Bienen haben im Laufe ihrer Evolution schon viele solcher Veränderungen mitgemacht und sich immer angepasst – schließlich gibt es sie seit rund 100 Millionen Jahren. Eine zu früh einsetzende Tracht schadet ihnen sicher nicht, sie ärgert eher die Imker.

Problematisch für die Bienen ist das, was im ländlichen Raum inzwischen standardmäßig auf die Frühtracht folgt: eine mehr oder weniger lang anhaltende Trachtlosigkeit. In wenigen Wochen wird sich zeigen, ob auch dieses Jahr für unsere Bienen schon gelaufen ist.

Veränderte Umweltbedingungen haben sich immer schon in der Imkerei niedergeschlagen, denn neue Herausforderungen erfordern entsprechende Betriebsweisen. Das hat die Bekämpfung der Varroamilbe gezeigt, die längst für jeden Imker selbstverständlich geworden ist. Vielleicht werden wir uns künftig als Frühtrachtimker verstärkt über den Klimawandel Gedanken machen und Lösungen finden müssen. Wie wird in Regionen geimkert, in der die Winter noch strenger und die warme Jahreszeit noch kürzer ist oder in der sehr abrupte Temperaturwechsel das Klima bestimmen? Welche Bienenrassen haben sich dort bewährt? Ein Blick über den Tellerrand kann da viele neue Erkenntnisse bringen.