Apitherapie – Infotag am 16.2.

Heiße Milch mit Honig ist bei Erkältungskrankheiten der Klassiker unter den Hausmitteln, und die heilungsfördernde Wirkung von Honig, Pollen oder Propolis zweifelt wohl niemand an. Doch wie enorm vielseitig die Anwendungsmöglichkeiten von Bienenprodukten für die menschliche Gesundheit sind, ist noch viel zu wenig bekannt.

Die Apitherapie befasst sich mit der ganzen Bandbreite dieser therapeutischen Möglichkeiten. Mit einer Veranstaltung am Sonntag, 16. Februar, von 10.00 -15.30 Uhr informiert der Imkerverein Mittlerer Aischgrund gemeinsam mit BioPrechtel alle Interessierten (insbesondere Imker, Ärzte, Heilpraktiker, Naturheilkundler) über die Apitherapie und die Chancen, die sie bietet. Veranstaltungsort ist der Brauerei-Gasthof Prechtel in Uehlfeld.

Namhafte Referenten werden beim 1. Infotag Apitherapie im Aischgrund erwartet: Arno Bruder, Präsident des Deutschen Apitherapie-Bundes und staatl. Fachberater und Leiter der Imkereifachberatung beim Bezirk Oberbayern; Jürgen Schmiedgen, Vorstandsmitglied und Leiter der Sektion Apitherapie im sächsischen Imkerbund und Entwickler des Beecura-Systems – der einzigen Inhalationseinrichtung für Bienen-Stockluft mit medizinischer Zulassung in Deutschland.
Außerdem spricht eine fachkundige Ärztin über die heilmedizinische Anwendung und Erfahrungen.

Die Teilnahme am Infotag ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist jedoch erwünscht unter Tel.(09163) 1016 oder per Mail: kontakt@bioprechtel.com.

Mehr Infos über Apitherapie und insbesondere die Stockluft-Therapie gibt es hier: Können Bienen Menschen retten?

HonigBienenMarktPlatz XXL


Der HonigBienenMarktPlatz bietet in diesem Jahr besonders lange die Gelegenheit, die große Auswahl an Honigen und Bienenprodukten aus der Region zu probieren. Von 9 bis 15 Uhr findet heuer am 13. Juli der Themenmarkt am Neustädter Marktplatz statt.

Wie immer gibt es viel mehr als nur Honig. Jeder, der aktiv etwas für Bienen, Wildbienen und Insekten tun will, kann sich dort bei den verschiedenen Imkervereinen und Ausstellern – darunter der Imkerverein Mittlerer Aischgrund – wertvolle Tipps holen und sich über die Bedeutung von Bienen und Insekten in unserem Ökosystem zu informieren. Wer seinen Balkon oder Garten gleich bienenfreundlich umgestalten will, kann beim Pflanzenverkauf zugreifen. Aber was blüht denn da überhaupt? Das finden Sie heraus beim Pflanzenquiz!

Vorbeikommen lohnt sich also auf jeden Fall – auch wenn die Wetterprognose nicht so günstig ist wie in den vergangenen Jahren.

Hier der Vorbericht in der WiB-Nord

Bienenprodukte am Gänsmarkt

Mit vielen verschiedenen Sortenhonigen und einigen ganz besonderen Spezialitäten präsentiert sich der Imkerverein Mittlerer Aischgrund bei der Uehlfelder Gänsmarktkerwa. F.: Schulte


Am Sonntag, 2. Juni, findet der 37. Gänsmarkt in Uehlfeld statt. Seit vielen Jahren ist der Imkerverein Mittlerer Aischgrund mit dabei und bietet neben Bienenprodukten auch einen spannenden Einblick in die Figurenbeute Veit-vom-Berg.

Das Innere der großen hölzernen Statue ähnelt dem natürlichen „Wohnraum“ der Bienen, die ohne imkerliches Zutun in hohlen Baumstämmen ihre Waben bauen würden. Dieser natürliche Wabenbau lässt sich gut beobachten, wenn am Sonntag ab ca. 10 Uhr die Tür an der Rückseite der Figurenbeute geöffnet ist.

Am Stand neben der Figurenbeute wird frischer Honig angeboten – zum Naschen und zum Kaufen. Außerdem gibt es Spezialitäten wie Pollenhonig, Lippenbalsam oder umweltfreundliche Bienenwachstücher als plastikfreie Alternative zur Frischhaltefolie.

Kurs: Obstbäume richtig schneiden

Obstgehölze und Bienen sind ein ideales Paar. Nektar gegen Bestäubungsleistung – das ist die Erfolgsformel für ein Geben und Nehmen, über das sich nicht zuletzt der Imker freut. So kann er erst den köstlichem Honig und später auch leckere Früchte ernten.

Obstbäume richtig pflegen und sachgerecht schneiden zu können, gehört also gewissermaßen zum imkerlichen Know-how. Deshalb hat der Imkerverein Mittlerer Aischgrund einen Fachmann für einen Obstbaumschnittkurs gewonnen: Richard Krämer, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, zeigt am Samstag, 23. März 2019, von 9 bis 12.30 Uhr im Gasthaus Goldene Traube (Stubenrauch) in Dachsbach in einem theoretischen Vortrag, wie man Apfelbaum & Co. richtig schneidet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Anmelden kann man sich beim Imkerverein Mittlerer Aischgrund oder im Landratsamt Neustadt bei Richard Krämer (Tel.: 09161 92-3225, Mail: richard.kraemer@kreis-nea.de). Die Teilnahme ist kostenlos.

Volksbegehren: Aktiv für mehr Artenvielfalt

Mehr Blühwiesen, weniger Pestizide, mehr ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Flächen – dafür setzt sich das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“ ein. Damit das Volksbegehren ein Erfolg wird, müssen ihm innerhalb von zwei Wochen, vom 31. Januar bis 13. Februar 2019, zehn Prozent der bayerischen Wahlberechtigten mit ihrer Unterschrift im für sie zuständigen Rathaus zustimmen – das sind rund eine Million Menschen. Gelingt dies, ist der bayerische Landtag verpflichtet, über den mit dem Volksbegehren vorgelegten Gesetzesentwurf abzustimmen.

Wer steht hinter dem Volksbegehren?

Initiiert wurde das Volksbegehren von der ödp. Inzwischen sind auch LBV sowie Bündnis 90 Die Grünen als Mitglieder des Trägerkreises dabei. Unterstützt werden die Initiatoren von zahlreichen Bündnispartnern, zu denen viele namhafte Institutionen, Verbände und Vereine gehören, darunter der Landesverband Bayerischer Imker und der Bund Naturschutz.

Was will das Volksbegehren?

Natürlich will das Volksbegehren nicht nur die Bienen retten. Es setzt sich vielmehr mit einem Katalog konkreter Maßnahmen dafür ein, das fortschreitende Aussterben von Bienen, Schmetterlingen, Vögeln, Feldhasen und anderen Arten zu verhindern. So sollen Biotope vernetzt, das Ausbringen von Pestiziden eingedämmt, Ziele für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft gesetzlich festgelegt werden. Vor allem letzteres sorgt für Kritik bei Landwirtschaftsverbänden.

Hintergrund

Wissenschaftliche Studien belegen, dass in Bayern ebenso wie in der gesamten Bundesrepublik in zunehmendem Maß Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Vor allem bei den Insekten ist die Lage dramatisch: Bei den Tagfaltern ist gemäß einer Langzeitstudie seit Mitte der 1970er-Jahre die Zahl der Wiesenarten um 73 Prozent zurückgegangen, und bei den Wildbienen sieht es nicht viel besser aus. Da 90 Prozent der Wildblumen und 75 Prozent der Nutzpflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen sind, nimmt mit der Zahl der Insekten auch der Artenreichtum in der Pflanzen- und in Folge auch der Tierwelt ab.