Bienenprodukte am Gänsmarkt

Mit vielen verschiedenen Sortenhonigen und einigen ganz besonderen Spezialitäten präsentiert sich der Imkerverein Mittlerer Aischgrund bei der Uehlfelder Gänsmarktkerwa. F.: Schulte


Am Sonntag, 2. Juni, findet der 37. Gänsmarkt in Uehlfeld statt. Seit vielen Jahren ist der Imkerverein Mittlerer Aischgrund mit dabei und bietet neben Bienenprodukten auch einen spannenden Einblick in die Figurenbeute Veit-vom-Berg.

Das Innere der großen hölzernen Statue ähnelt dem natürlichen „Wohnraum“ der Bienen, die ohne imkerliches Zutun in hohlen Baumstämmen ihre Waben bauen würden. Dieser natürliche Wabenbau lässt sich gut beobachten, wenn am Sonntag ab ca. 10 Uhr die Tür an der Rückseite der Figurenbeute geöffnet ist.

Am Stand neben der Figurenbeute wird frischer Honig angeboten – zum Naschen und zum Kaufen. Außerdem gibt es Spezialitäten wie Pollenhonig, Lippenbalsam oder umweltfreundliche Bienenwachstücher als plastikfreie Alternative zur Frischhaltefolie.

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Kurs: Obstbäume richtig schneiden

Obstgehölze und Bienen sind ein ideales Paar. Nektar gegen Bestäubungsleistung – das ist die Erfolgsformel für ein Geben und Nehmen, über das sich nicht zuletzt der Imker freut. So kann er erst den köstlichem Honig und später auch leckere Früchte ernten.

Obstbäume richtig pflegen und sachgerecht schneiden zu können, gehört also gewissermaßen zum imkerlichen Know-how. Deshalb hat der Imkerverein Mittlerer Aischgrund einen Fachmann für einen Obstbaumschnittkurs gewonnen: Richard Krämer, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, zeigt am Samstag, 23. März 2019, von 9 bis 12.30 Uhr im Gasthaus Goldene Traube (Stubenrauch) in Dachsbach in einem theoretischen Vortrag, wie man Apfelbaum & Co. richtig schneidet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Anmelden kann man sich beim Imkerverein Mittlerer Aischgrund oder im Landratsamt Neustadt bei Richard Krämer (Tel.: 09161 92-3225, Mail: richard.kraemer@kreis-nea.de). Die Teilnahme ist kostenlos.

Volksbegehren: Aktiv für mehr Artenvielfalt

Mehr Blühwiesen, weniger Pestizide, mehr ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Flächen – dafür setzt sich das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“ ein. Damit das Volksbegehren ein Erfolg wird, müssen ihm innerhalb von zwei Wochen, vom 31. Januar bis 13. Februar 2019, zehn Prozent der bayerischen Wahlberechtigten mit ihrer Unterschrift im für sie zuständigen Rathaus zustimmen – das sind rund eine Million Menschen. Gelingt dies, ist der bayerische Landtag verpflichtet, über den mit dem Volksbegehren vorgelegten Gesetzesentwurf abzustimmen.

Wer steht hinter dem Volksbegehren?

Initiiert wurde das Volksbegehren von der ödp. Inzwischen sind auch LBV sowie Bündnis 90 Die Grünen als Mitglieder des Trägerkreises dabei. Unterstützt werden die Initiatoren von zahlreichen Bündnispartnern, zu denen viele namhafte Institutionen, Verbände und Vereine gehören, darunter der Landesverband Bayerischer Imker und der Bund Naturschutz.

Was will das Volksbegehren?

Natürlich will das Volksbegehren nicht nur die Bienen retten. Es setzt sich vielmehr mit einem Katalog konkreter Maßnahmen dafür ein, das fortschreitende Aussterben von Bienen, Schmetterlingen, Vögeln, Feldhasen und anderen Arten zu verhindern. So sollen Biotope vernetzt, das Ausbringen von Pestiziden eingedämmt, Ziele für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft gesetzlich festgelegt werden. Vor allem letzteres sorgt für Kritik bei Landwirtschaftsverbänden.

Hintergrund

Wissenschaftliche Studien belegen, dass in Bayern ebenso wie in der gesamten Bundesrepublik in zunehmendem Maß Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Vor allem bei den Insekten ist die Lage dramatisch: Bei den Tagfaltern ist gemäß einer Langzeitstudie seit Mitte der 1970er-Jahre die Zahl der Wiesenarten um 73 Prozent zurückgegangen, und bei den Wildbienen sieht es nicht viel besser aus. Da 90 Prozent der Wildblumen und 75 Prozent der Nutzpflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen sind, nimmt mit der Zahl der Insekten auch der Artenreichtum in der Pflanzen- und in Folge auch der Tierwelt ab.

Keine Chance für Wachsmotten

Entnommene Brutwaben sofort einschmelzen – das ist der beste Schutz gegen Wachsmotten. F.: Schulte


Fraßgänge in den Waben und eingesponnene Raupen: Wer einmal Wachsmotten im Wabenlager gehabt hat, kennt das Malheur. Mit etwas Umsicht lässt sich aber verhindern, dass sich Wachsmotten ausbreiten.

Ein gesundes Bienenvolk kann die Wachsmotten aus eigener Kraft in Schach halten. Kritisch wird es erst, wenn ein Volk bereits geschwächt ist. Dann dringen die Wachsmotten in den Stock ein und legen dort ihre Eier ab. Die Larven der Wachsmotte fressen sich durch die leeren Brutwaben und können bei optimalen Bedingungen das ganze Wabenwerk zerstören. In der Natur tragen Wachsmotten auf diese Weise dazu bei, verlassene Bienenstöcke auszuräumen und der Verbreitung von Krankheiten vorzubeugen.

Im imkerlichen Wabenlager sollen sich Wachsmotten aber nicht ausbreiten. Das lässt sich am besten durch Wabenhygiene vermeiden: Entnommene Brutwaben sollten rasch eingeschmolzen werden. Reine Honigwaben können eingelagert werden. Diese sind für Wachsmotten uninteressant – sie haben es auf Eiweißfutter abgesehen. Pollenwaben dagegen schmecken ihnen.

Werden die Waben kühl und luftig aufbewahrt, ist das ein guter Schutz vor Wachsmotten. Die Larven gedeihen erst bei Temperaturen über 10 Grad.

Hat sich die Wachsmotte im Wabenlager bereits ausgebreitet, hilft Bedampfen mit Ameisensäure, Essigsäure oder Schwefel. Gute Tipps und genaue Anleitungen dazu gibt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau LWG in ihrem Merkblatt zur Wabenpflege.

Vorbereiten auf die Winterruhe

Ein enges Flugloch verhindert bei kühlen Temperaturen, dass die Bienen in der Traube von Eindringlingen gestört werden.


Die Bienen bereiten sich auf die Winterruhe vor. In den vergangenen Jahren hielten warme Temperaturen bis weit in den Herbst, aber auch die im November noch blühenden Phaceliafelder die fleißigen Sammlerinnen auf Trab. Die Folge: so manche Winterbiene arbeitete sich auf und hielt nicht bis zum kommenden Frühjahr durch.

Vielleicht wird das heuer anders. Aufgrund der Trockenheit wurde auf vielen Äckern keine Zwischenfrucht gesät. Für die Bienen kehrt damit sozusagen der Normalzustand ein.

Die Völker sind inzwischen aufgefüttert, die Varroabehandlung sollte abgeschlossen sein. Allerdings, so die Beobachtung vieler Imker, war der Befall in diesem Jahr hoch, so dass lieber einmal zu viel als zu wenig behandelt werden sollte. Auch die Oxalsäurebehandlung in der brutfreien Zeit darf nicht vergessen werden.

Nachdem es schon die ersten Nächte mit Minustemperaturen gab, wird es auch höchste Zeit, die Fluglöcher einzuengen. Die Bienenvölker ziehen sich in den kalten Nächten bereits in die Traube zurück und sind entsprechend wehrlos gegenüber Eindringlingen. Im Oktober ist die richtige Zeit, das Mäusegitter anzubringen.

Am Lehrbienenstand treffen sich die Imker am Sonntag, 30. September, offiziell zum letzten Mal in diesem Jahr. Von November bis März bietet der Imkerstammtisch im Gasthaus Goldene Traube (Stubenrauch) in Dachsbach jeden ersten Mittwoch im Monat Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch (s. Kalender).