Varroa-Ampel zeigt endlich grün

In diesem Jahr gibt es zur Freude der Imker vielerorts eine Waldtracht. Die Kehrseite der Medaille: Der Honig enthält heuer viel Melezitose. Er kristallisiert extrem schnell und kann nur schwer oder gar nicht ausgeschleudert werden – deshalb spricht man auch von Zementhonig. Die Bienen können mit dem brettharten Futter ebenfalls nichts anfangen. Imker, die ihre Bienen den Melezitosehonig als Wintervorrat überlassen, riskieren, dass das Volk verhungert.

Doch wie geht man mit dem Melezitosehonig richtig um? Vor einigen Jahren haben wir uns hier im Blog schon einmal mit dem Thema befasst. Hier Tipps von Buchautor Werner Gekeler zum Umgang mit Zementhonig.

Wie sieht es mit dem Varroabefall im Bienenvolk aus? Ein Blick aufs Bodenbrett gibt einen ersten Eindruck. F.: Schulte

Nicht nur der Melezitosehonig, sondern auch die Hitze und anhaltende Trockenheit machen den Imkern das Leben schwer. Längst schon sollte die Varroa-Behandlung begonnen haben, doch bei Temperaturen von über 30 Grad verbietet sich der Einsatz der Ameisensäure im Bienenstock – die Insekten würden das schlagartige Verdampfen der Säure wahrscheinlich nicht unbeschadet überstehen. Für die nächsten Tage zeigt die Varroa-Ampel aber endlich wieder grün, für die Schwammtuch-Methode von oben sogar eine ganze Woche lang. Am besten schaut man direkt vor der Behandlung noch mal gezielt auf das Varroawetter.

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Honig und Artenvielfalt

Beim HonigBienenMarktPlatz in Neustadt zeigten die Imker des Imkervereins Mittlerer Aischgrund – zusammen mit anderen Kollegen aus der Region – was sie und ihre Bienen geleistet haben. Vor allem aber machten sie darauf aufmerksam, dass Bienenwohl und Artenvielfalt jeden etwas angehen. Dass es gar nicht schwer ist, dazu etwas beizutragen, zeigten die Aktionen an den Ständen der verschiedenen Vereine.

Der Imkerverein Mittlerer Aischgrund hatte für den HonigBienenMarktPlatz wieder Bewährtes im Gepäck. Zunächst einmal natürlich Honig und Bienenprodukte wie zum Beispiel Propolis oder Lippenpflegestifte, aber auch einen Pflanzenverkauf mit bienenfreundlichen, attraktiven Stauden und wie immer das Pflanzenquiz.

Viele Besucher bummelten bei schönem Wetter über den farbenfrohen Markt, über den auch die Presse ausführlich berichtet hat.

Hier der Bericht mit großer Bildergalerie von nordbayern.de
Hier der Artikel der Fränkischen Landeszeitung:

Artikel in der FLZ vom 10.07.2018

Imker schwärmen aus

Am vergangenen Wochenende war der Lehrbienenstand des Imkervereins Mittlerer Aischgrund ein Leer-Bienenstand. Der Grund: Die Imker waren ausgeschwärmt und informierten auf Märkten in der Region über Bienen, Imkerei und Honig. Letzteren gab es natürlich auch zu kaufen – ganz frisch abgefüllt.

In Dachsbach auf dem Johannimarkt beeindruckte die Vielfalt der Honigsorten. F.: Schulte


Beim Johannimarkt in Dachsbach interessierten sich die Besucher für die verschiedenen Honigsorten. Obwohl alle Honige aus der Umgebung stammen, schmeckt und duftet jeder anders – je nach Standort, Blütenangebot und Jahreszeit. Vom hellen, cremig gerührten Rapshonig bis zum dunklen, flüssigen Waldhonig reichte das Angebot.

Auf dem Fest der Schornweisacher Dorfgemeinschaft gab es zudem noch jede Menge Anschauungsmaterial. Die Stars waren natürlich die Bienen – die Besucher konnten sie durch das Glas einer Schaubeute aus nächster Nähe beobachten.

Die Bienen in der Schaubeute waren die Stars beim Schornweisacher Fest der Dorfgemeinschaft. F. : Schulte

Normalerweise „wohnen“ Bienen aber in einer Beute. Dass es dort verschiedene Räume, ja sogar verschiedene Arten von Waben gibt, faszinierte viele Besucher. Beeindruckend fanden viele auch das Zubehör, das jeder Imker bei seiner Arbeit braucht – vom Stockmeißel über Schleier und Smoker bis zur Entdeckelungsgabel.

Schon bald sind die Imker des Imkervereins Mittlerer Aischgrund übrigens wieder auf Tour: Am Samstag, 7. Juli, sind sie beim HonigBienenMarktPlatz (Marktplatz in Neustadt, 9 bis 13 Uhr), vertreten. Neben Honig und Bienenprodukten bieten sie dort Pflanzen zum Verkauf an und laden ein zum beliebten Pflanzenquiz ein.

Frischer Honig beim Johannimarkt Dachsbach

Foto: S. Schulte

Der Frühjahrshonig ist frisch abgefüllt. Am Sonntag, 24. Juni, können sich Besucher auf dem Johannimarkt in Dachsbach damit bevorraten. Der Imkerverein Mittlerer Aischgrund nimmt erstmals mit einem Stand an der Veranstaltung teil, bei der sich ab 11 Uhr die Dachsbacher Vereine präsentieren und außerdem ein buntes Rahmenprogramm geboten wird.

Am Stand der Imker gibt es neben Honig auch andere Erzeugnisse wie Propolis, Lippenpflegestifte und vieles mehr – und natürlich Informationen rund um Bienen und die Imkerei.

Bienen halten Einzug beim Teichwirt

Eine ganze Zeit lang stand die 2014 von Künstlerin Birgit Jönsson geschaffene Figurenbeute „Teichwirt“ am Aischtalradweg bei Diespeck leer. Nur einige Hornissen hatten in der Figurenbeute Quartier genommen, und ein Specht hatte sich an dem massiven Stamm zu schaffen gemacht.

Doch ab sofort dient die Figurenbeute wieder ihrem eigentlichen Zweck. Birgit Jönsson hat die Specht-Schäden repariert und Mirjam Prechtel-Knapp vom Imkerverein Mittlerer Aischgrund setzte ein Bienenvolk ein, das nun im geräumigen Bauch des Teichwirts sein Wabenwerk anlegen wird.

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Die Behausung in einem ausgehöhlten Baumstamm, die Birgit Jönsson durch ihre Figurenbeuten zu neuem Leben erweckt und mit Kunst und Symbolik verbindet, entspricht dem Vorbild der Natur. Doch ohne menschliches Zutun ist das Bienenvolk in einer Figurenbeute nicht überlebensfähig. Bei auftretender Futterknappheit muss eingegriffen werden und die Bekämpfung der Varroamilbe ist auch bei den Bienen in der naturnahen Figurenbeute Pflicht. Um all das wird sich beim „Teichwirt“ künftig Mirjam Prechtel-Knapp kümmern.

Wer die Bienen selbst einmal beobachten will: Die Figurenbeute „Teichwirt“ liegt direkt am Aischtalradweg, auf Höhe der „Klobenmühle“.

Über die Wiederbesetzung der Figurenbeute „Teichwirt“ hat auch die lokale Presse berichtet. Hier der Beitrag von nordbayern.de .